{"id":621,"date":"2022-10-06T01:31:10","date_gmt":"2022-10-05T23:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/wasserstoff-und-sdgs\/?page_id=621"},"modified":"2023-05-08T13:27:56","modified_gmt":"2023-05-08T11:27:56","slug":"einfuehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/gruener-wasserstoff-und-sdgs\/einfuehrung\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der <strong>Wandel des Klimas <\/strong>z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, denen wir Menschen im 21.&nbsp;Jahrhundert gegen\u00fcberstehen. Er bedroht unsere nat\u00fcrliche Lebensgrundlage, grundlegende Menschenrechte, Gesundheit und Wohlstand ebenso wie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in zahlreichen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf Gerechtigkeit, Frieden und Stabilit\u00e4t weltweit kann der Umgang mit dem Wandel und Schutz des Klimas sowie die Anpassungen an nicht mehr abwendbare Folgen nicht losgel\u00f6st von anderen L\u00e4ndern betrachtet werden. Denn die Ver\u00e4nderungen treffen \u201ediejenigen am h\u00e4rtesten, die zu den \u00e4rmsten und verletzlichsten Bev\u00f6lkerungsschichten geh\u00f6ren, in der Regel nur in geringem Ma\u00dfe zu seinen Ursachen beigetragen haben und sich am wenigsten an ihn anpassen k\u00f6nnen.\u201c (HERMWILLE, 2017, S.\u00a03) Daher gilt die 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen unterzeichnete<strong> \u201eAgenda 2030\u201c <\/strong>gleicherma\u00dfen f\u00fcr reiche wie arme L\u00e4nder. Sie verbindet Aspekte menschlicher Entwicklung mit nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung und dem Erhalt bzw. der Wiederherstellung \u00f6kologischer Lebensgrundlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel hat sich Deutschland mit Unterzeichnung des <strong>\u201ePariser Klimaabkommen\u201c<\/strong> 2015 dazu verpflichtet, seinen Beitrag dazu zu leisten, den menschengemachten Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts auf deutlich unter 2\u00b0&nbsp;C und m\u00f6glichst auf unter 1,5\u00b0&nbsp;C zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es Treibhausgasemissionen zu reduzieren und z.&nbsp;B. fossile Energietr\u00e4ger sukzessive durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Zudem haben die Industriel\u00e4nder zugesagt, Entwicklungsl\u00e4ndern beim Klimaschutz und den Anpassungen an die Folgen des Klimawandels zu unterst\u00fctzen, indem z.&nbsp;B. Wissen und Technologien geteilt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wasserstoff, der auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wird (im Folgenden als gr\u00fcner Wasserstoff bezeichnet), sowie Folgeprodukte (Power-to-X) sind zukunftsorientierte Technologien, die dazu beitragen k\u00f6nnen, die notwendige Energiewende auszugestalten und den Klimaschutz in verschiedenen Anwendungsbereichen zu bef\u00f6rdern. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn Produktion, Transport und Nutzung sowie Wartung und R\u00fcckbau von Anlagen gr\u00fcnen Wasserstoffs <strong>Nachhaltigkeitskriterien <\/strong>unterliegen, die gew\u00e4hrleisten, dass die \u00fcbergeordneten Ziele der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens nicht ver- bzw. behindert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Pariser Klimaschutzabkommen und die Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklungen mit den Sustainable Development Goals definieren einen internationalen rechtlichen Referenzrahmen f\u00fcr die bevorstehende Transformation. Dieser Rahmen erm\u00f6glicht es nun, die <strong>Transformation<\/strong> hin zu einer nachhaltigen globalen Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten und zu vermeiden, dass die Transformation von katastrophalen Auswirkungen ungebremsten Klimawandels getrieben wird. Die beiden Agenden lassen sich nur gemeinsam erreichen. Ohne nachhaltige Entwicklung sind die Klimaschutzziele des Paris Agreement nicht zu erreichen. Umgekehrt lassen sich auch die Entwicklungsziele, sowohl in den Entwicklungsl\u00e4ndern als auch in Industriel\u00e4ndern nicht erreichen. Erneuerbare Energien sind f\u00fcr beide ein zentraler Baustein.\u201c (HERMWILLE, 2017, S.&nbsp;1)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#adbe3c\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-black-color\">Der folgende Beitrag gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Agenda 2030 und seine Bedeutung f\u00fcr die Herstellung und Verwendung von gr\u00fcnem Wasserstoff. Im ersten Teil werden die Ziele und Unterziele der Agenda 2030 betrachtet sowie auf die Funktion und den Nutzen von sich daraus ableitenden Indikatoren eingegangen (Kapitel 2). Anschlie\u00dfend werden Chancen und Risiken entlang der Wertsch\u00f6pfungskette von gr\u00fcnem Wasserstoff beleuchtet (Kapitel 3). Schlie\u00dflich werden die Produktion und Nutzung von gr\u00fcnem Wasserstoff in die 17 \u00fcbergeordneten Ziele der Agenda 2030 eingeordnet und bewertet (Kapitel 4 &amp; 5).<\/mark><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wandel des Klimas z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, denen wir Menschen im 21.&nbsp;Jahrhundert gegen\u00fcberstehen. Er bedroht unsere nat\u00fcrliche Lebensgrundlage, grundlegende Menschenrechte, Gesundheit und Wohlstand ebenso wie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in zahlreichen L\u00e4ndern. 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