{"id":624,"date":"2022-10-06T01:43:33","date_gmt":"2022-10-05T23:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/wasserstoff-und-sdgs\/?page_id=624"},"modified":"2023-05-08T13:28:30","modified_gmt":"2023-05-08T11:28:30","slug":"die-agenda-2030","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/gruener-wasserstoff-und-sdgs\/die-agenda-2030\/","title":{"rendered":"Die Agenda 2030"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 25. September 2015 unterzeichneten alle Staats- und Regierungschefs der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen den Weltzukunftsvertrag <strong>\u201eTransformation unserer Welt: Die Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c <\/strong>(Resolution 70\/1 der UN-Generalversammlung). Am 1. Januar 2016 trat die Agenda 2030 mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Kraft und l\u00f6ste die bis dahin bestehenden Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) ab.<sup><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-black-color\">(<span class='tooltipsall tooltipsincontent classtoolTips3'>Historie<\/span>)<\/mark><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Herzst\u00fcck der Agenda 2030 sind die sogenannten <strong>17 Sustainable Development Goals (SDGs) <\/strong>zur Herstellung, Verbesserung und zum Erhalt des Wohlstandes innerhalb der planetaren Grenzen f\u00fcr alle derzeitigen und zuk\u00fcnftigen Generationen. W\u00e4hrend die MDGs vor allem f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder galten und nur auf die soziale Entwicklungsdimension fokussierten, umfasst die Agenda 2030 gleichwertig die \u00f6kologische, \u00f6konomische und soziale Entwicklung<sup>(<span class='tooltipsall tooltipsincontent classtoolTips2'>Definition<\/span>)<\/sup> und setzt sich zum Ziel, sowohl die bisherigen als auch zuk\u00fcnftige Missst\u00e4nde systematisch unter Beteiligung aller L\u00e4nder abzuschaffen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eViele Probleme unserer Gesellschaft wie globale Umweltprobleme, soziale Ungleichverteilung oder die Verknappung der Rohstoffe sind strukturelle Probleme. Sie zeichnen sich unter anderem durch hohe Komplexit\u00e4t, Unsicherheiten und Unstrukturiertheit aus, betreffen diverse Interessensgruppen und sind daher schwer in den Griff zu bekommen. Solche persistenten Probleme sind stark in unseren gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen verwurzelt und mit unseren gesellschaftlichen Prozessen verwoben, sodass sie nicht isoliert gel\u00f6st werden k\u00f6nnen.\u201c (BOHUNOVSKY &amp; J\u00c4GER, 2008, S.&nbsp;35)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Daher nimmt die Agenda 2030 insbesondere die besser entwickelten Staaten in die Pflicht, ihre Politiken im \u00fcbergeordneten Kontext zu \u00fcberpr\u00fcfen (z.\u00a0B. im Hinblick auf Wirtschaftsformen sowie Produktions- und Konsummuster) und wenn erforderlich anzupassen sowie Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder bei der Verwirklichung der Ziele materiell und ideell zu unterst\u00fctzen (Leitprinzip \u201eLeave no one behind\u201c). Dies spiegelt sich sowohl in den vorangestellten <strong>handlungsleitenden Prinzipien <\/strong>Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (engl.: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership = \u201e5 Ps\u201c) als auch in den vielf\u00e4ltigen Themen der SDGs wider, die von Armutsbek\u00e4mpfung, Menschenrechten und Geschlechtergerechtigkeit \u00fcber Klimaschutz und Energiewende bis hin zur Ber\u00fccksichtigung planetarer Grenzen reichen.<\/p>\n<script type=\"text\/javascript\"> toolTips('.classtoolTips2','\u201eUnter nachhaltiger Entwicklung wird dabei eine Entwicklung verstanden, die \u2018die Bed\u00fcrfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass k\u00fcnftige Generationen ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse nicht befriedigen k\u00f6nnen\u2019 (sogenannte Brundtland-Definition; World Commission on Environment and Development, 1987). Die globalen Nachhaltigkeitsziele sollen eine \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche, sozial gerechte und wirtschaftlich leistungsf\u00e4hige Entwicklung der Welt gew\u00e4hrleisten (sogenanntes Drei-S\u00e4ulen-Modell).\u201c (KAUMANNS et al., 2016, S.\u00a021)'); <\/script><script type=\"text\/javascript\"> toolTips('.classtoolTips3','\u201eIn vielerlei Hinsicht kann die Agenda 2030 als die letzte Etappe eines langen Ver\u00e4nderungsprozesses verstanden werden. Bereits 1972 begann dieser Prozess mit einer Konferenz der Vereinten Nationen in Stockholm \u00fcber die Umwelt des Menschen. Als ein Meilenstein f\u00fcr die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen gilt der sogenannte \u00bbErdgipfel\u00ab, der im Jahr 1992 in Rio de Janeiro abgehalten wurde. Der \u00bbErdgipfel\u00ab \u2013 oder besser: die Konferenz \u00fcber Umwelt und Entwicklung \u2013 setzte auch neue Ma\u00dfst\u00e4be bez\u00fcglich der Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Am 8. September 2000 wurde es dann so konkret wie nie zuvor: Staats- und Regierungschefs aus 149 UN-Mitgliedstaaten sowie f\u00fchrende Politikerinnen und Politiker aus mehr als 40 weiteren L\u00e4ndern verabschiedeten in New York einvernehmlich die \u00bbMillenniums-Erkl\u00e4rung\u00ab. Auf der Grundlage dieser Erkl\u00e4rung erarbeitete eine Gruppe von Expertinnen und Experten der Vereinten Nationen acht \u00bbMillenniums-Entwicklungsziele\u00ab (Millennium Development Goals \u2013 MDGs) mit verschiedenen Unterzielen, die bis 2015 umgesetzt werden sollten. Diese Ziele wurden 2001 von der UN-Generalversammlung verabschiedet und gelten als die Vorl\u00e4ufer der Nachhaltigkeitsziele. Der sogenannte \u00bbRio+20\u00ab-Gipfel, gilt als die UN-Konferenz, die die Nachhaltigkeitsziele auf den Weg brachte. Mehr als 40.000 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft versammelten sich im Juni 2012 im brasilianischen Rio de Janeiro, um am \u00bbUN-Gipfel f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u00ab teilzunehmen. Die Abk\u00fcrzung \u00bbRio+20\u00ab sollte an den sogenannten \u00bbErdgipfel\u00ab erinnern, bei dem 20 Jahre zuvor schon einmal in Rio de Janeiro \u00fcber Fragen von Umwelt und Entwicklung diskutiert worden war. Der Generalsekret\u00e4r von \u00bbRio+20\u00ab, Sha Zukang, stellte in der Schlusssitzung heraus: \u00bbNachhaltige Entwicklung ist die einzige Option der Menschheit f\u00fcr den Planeten, den wir miteinander teilen, und f\u00fcr unsere gemeinsame Zukunft.\u00ab\u201c (DGVN, 2019, S.\u00a02)'); <\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25. 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