{"id":667,"date":"2022-10-06T03:37:11","date_gmt":"2022-10-06T01:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/wasserstoff-und-sdgs\/?page_id=667"},"modified":"2022-10-11T02:49:30","modified_gmt":"2022-10-11T00:49:30","slug":"rohstoff-und-ressourcennutzung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/gruener-wasserstoff-und-sdgs\/chancen-und-risiken\/rohstoff-und-ressourcennutzung\/","title":{"rendered":"Rohstoff- und Ressourcennutzung"},"content":{"rendered":"\n<p>Um gr\u00fcnen Wasserstoff nutzen zu k\u00f6nnen, werden in der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette Technologien und Materialien genutzt, f\u00fcr die in unterschiedlichem Ma\u00dfstab Rohstoffe ben\u00f6tigt werden (vgl. SRU, 2021; HEINEMANN &amp; MENDELEVITCH et al., 2021). So werden beispielsweise f\u00fcr die Erzeugung von erneuerbaren Energien zur Herstellung von gr\u00fcnem Wasserstoff f\u00fcr Windkraftanlagen Stahl, Aluminium, glas- oder kohlenstofffaserverst\u00e4rkter Kunststoff, Kupfer, Zement und seltene Erden eingesetzt. F\u00fcr PV-Anlagen werden u.&nbsp;a. Aluminium, Kupfer, kristallines Silizium, Gallium und Indium genutzt; in PEM Elektrolyseuren werden au\u00dferdem Titan, Nafion\u00ae sowie Kupfer und in Alkali-Elektrolyseuren Nickel verbaut (vgl. SRU, 2021).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einigen dieser Rohstoffe sind hohe \u00f6kologische, sozio\u00f6konomische und geopolitische Versorgungsrisiken verbunden (z.&nbsp;B. Platin, Iridium, Titan, Scandium und Yttrium) (vgl. SRU, 2021). So wird z.&nbsp;B. ein Teil dieser Rohstoffe unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen abgebaut und die Gesundheit der einheimischen Bev\u00f6lkerung gef\u00e4hrdet (vgl. HEINEMANN &amp; MENDELEVITCH, 2021). Ferner werden beim Gewinnen und Verarbeiten der Rohstoffe Fl\u00e4chen in Anspruch genommen, Treibhausgase freigesetzt sowie die Umwelt lokal belastet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eW\u00e4hrend der Rohstoffbedarf anderer Klimaschutztechnologien, allen voran der Elektromobilit\u00e4t, \u00f6ffentlich stark diskutiert und problematisiert wird, ist dies f\u00fcr Wasserstoff-Erzeugungstechnologien bisher nicht der Fall.\u201c (KLIMA-ALLIANZ DEUTSCHLAND, 2021, S.&nbsp;9) Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung gr\u00fcner Wasserstofftechnologie sind der Bedarf und die \u00f6kologischen wie sozio-\u00f6konomischen Auswirkungen aber ebenfalls zu betrachten und Wissens- bzw. Forschungsl\u00fccken zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der begrenzten Verf\u00fcgbarkeit und den \u00f6kologischen wie sozialen Folgen beim Abbau von Rohstoffen ist es wichtig, dass ausgediente Anlagen und Bauteile wiederverwertet werden. Bislang k\u00f6nnen aber noch nicht alle Materialien recycelt und wiederverwertet werden. So k\u00f6nnen z.\u00a0B. Windkraftanlagen in Deutschland nur 20 bis 30 Jahre genutzt werden; Rotorbl\u00e4tter m\u00fcssen bereits nach f\u00fcnf Jahren ausgetauscht werden (vgl. SRU, 2021). \u201eUm sp\u00e4tere negative Umweltfolgen zu vermeiden, sollten im Rahmen des Aufbaus einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft fr\u00fchzeitig Methoden f\u00fcr das Life Cycle Assessment der eingesetzten Technologien und entsprechende Recycling-L\u00f6sungen entwickelt werden, zum Beispiel f\u00fcr Carbonfasern in Windr\u00e4dern und Edelmetalle in den Elektrolyseuren.\u201c (NWR, 2021b, S.\u00a03-4)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um gr\u00fcnen Wasserstoff nutzen zu k\u00f6nnen, werden in der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette Technologien und Materialien genutzt, f\u00fcr die in unterschiedlichem Ma\u00dfstab Rohstoffe ben\u00f6tigt werden (vgl. 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