Dieses Lernmodul ist Teil der Informationsplattform Wer, Wie Watt?, die im Rahmen eines Umweltbildungsprojektes erstellt wurde. Die hier dargestellten Informationen wurden von Zivildienstleistenden aus dem Naturschutz im Rahmen ihrer Ausbildung zusammen getragen. Mehr über das Projekt Wer, Wie, Watt erfahren Sie hier.

2.5. 

Marine Protected Area (MPA)

Meeresnaturschutzgebiete reichten in Deutschland bis vor wenigen Jahren lediglich von der Küste bis zur Zwölf-Seemeilenzone. Hier endete die Befugnis der Länder, Schutzgebiete auszuweisen. Seit der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 2002 können jedoch auch in jenseits dieser Verwaltungslinie Meeresschutzgebiete, sogenannte Marine Protected Areas (MPA), ausgewiesen werden. In der Nordsee gibt es inzwischen vier dieser MPAs (siehe Karte).  (Gee et al. 2006)

Allerdings lassen sich Schweinswale, Seehunde, Robben und andere Meeresbewohner kaum vorschreiben, wo sie sich aufzuhalten haben, sondern bewegen sich in unterschiedlich großen Revieren, die die Schutzgebiete nicht abdecken können.  

Diesem Problem, das die Meerestiere weltweit betrifft, entgegnen Greenpeace und andere Naturschutzorganisationen mit der Forderung, insgesamt 40% der Ozeane als Schutzgebiete auszuweisen. Jedes neue Meeresnaturschutzgebiet ist ein Schritt in diese Richtung.