Dieses Lernmodul wurde vom Verein EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V. erstellt. Es ist im Rahmen des Forschungsprojekts „Interdisziplinäre Forschung zum Küstenzonenmanagement: Tourismus, Naturschutz und Baggergutverklappung in der Küstenregion Warnemünde-Kühlungsborn“ entstanden.

5.2. 

Fazit

Wie bereits ausführlich erörtert, war die wesentliche Aufgabe des Projektes „Interdisziplinäre Forschung zum Küstenzonenmanagement: Tourimus, Naturschutz und Baggergutverklappung in der Küstenregion Warnemünde-Kühlungsborn“ „das Aufzeigen von Perspektiven für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung in der Küstenregion Warnemünde-Kühlungsborn sowie das Einleiten der dafür notwendigen Schritte auf Grundlage von Gesprächen mit Vertretern aus Verwaltung, Verbänden, Vereinen und Wirtschaft zu aktuellen Problemen in der Region“ (SCHERNEWSKI, GÄRTNER, SCHMIDT & HEGER, 2002, S. 10). Zu diesem Zweck recherchierte das Projektteam, sammelte relevante Informationen, Fakten und Daten, führte Gespräche mit regionalen Akteuren und kontaktierte die regionalen Agenda-Büros.

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Die einzelnen Aufgaben des Projektes und die Ergebnisse der Untersuchungen wurden bereits in den Kapiteln 1-5 ausführlich erörtert. Zusammenfassend lässt sich für das Pilotprojekt festhalten, „dass mangelnde Kenntnis der Aufgaben und Ziele von IKZM sowie die unzureichende Verfügbarkeit und Verbreitung von relevanten Informationen, Fakten und Daten wesentliche Hemnisse für ein erfolgreiches IKZM in dieser Region darstellen. Zum Abbau des bestehenden Informationsdefizits wurde als Lösungsansatz die Etablierung eines Informationssystems (...) gewählt. (...) Unterstützend zum Internetportal wurde (...) ein nationaler Newsletter (...) herausgegeben“ (SCHERNEWSKI, GÄRTNER, SCHMIDT & HEGER, 2002, S. 10). Als problematisch erachtete das Projektteam, dass das Projekt zeitlich begrenzt war und daher eine ständige Verbesserung und Weiterentwicklung der Internetseite und des Newsletter nicht gewährleistet werden konnte. Die Gründung des Vereins „EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V.“ ist ein erster Ansatz, um dieses Problem zu lösen und stabile Strukturen für ein IKZM in Deutschland zu schaffen. Als weitere Möglichkeit für den Aufbau beständiger Strukturen zog das Projektteam Kooperationen mit lokalen Agenda-Büros in Betracht. Die Aufbereitung des Projektes in diesem Informations- und Lernmodul ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

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Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass zwar das Konfliktpotenzial in der Küstenregion Warnemünde-Kühlungsborn sehr hoch ist, aber andererseits auch bereits erste Strukturen und Managementpläne für den Küstenraum bestehen. Bedauerlicherweise konnte nur die Vorstudie des Projektes durchgeführt werden. Zukünftig erscheint eine Einbindung der Wissenschaft zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der genannten Initiativen und Informationsplattformen als dringend notwendig. „So ergaben die Erfahrungen aus dem Projekt ferner, dass bei der Umsetzung eines IKZM der Wissenschaft vor allem eine unterstützende und moderierende Aufgabe zuteil wird und diese von ihr auch wahrgenommen werden muss. Als ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld der Wissenschaft stellte sich die Vermittlung von Wissen heraus. So besteht ein gestiegener Bedarf an entsprechenden Lernmaterialien und kostengünstigen Lehrveranstaltungen für die Vermittlung der Grundlagen des IKZM“ (SCHERNEWSKI, GÄRTNER, SCHMIDT & HEGER, 2002, S. 11). Dieser zuletzt genannte Punkt wird u. a. durch das Lernsystem IKZM-D LERNEN aufgegriffen. Und auch dieses Modul trägt zur Verbreitung von Informationen bei. Der Aspekt, für den Aufbau stabiler IKZM-Strukturen auf die lokalen Agenda-Büros zurückzugreifen, wird derzeit u. a. in dem Projekt „Integriertes Küstenzonenmanagement in der Oder-Mündungsregion“ (IKZM-Oder) aufgegriffen.

  Zum Lesen

Weitere Informationen finden Sie in dem Ergänzungsbericht von SCHMIDT (2005), der Ihnen rechts im Fensterlink als PDF-Dokument zur Verfügung steht.