Der "Küstenatlas Ostsee" umfasst unabhängige regionale Module zu einzelnen Küstenzonen. Die einzelnen Module sind zum Selbststudium gedacht und richten sich an Fachleute, Studenten aber auch Touristen, die einen kurzen Überblick über die verschiedenen Küstenzonen der Ostsee erhalten möchten. Der Küstenatlas wurde von Studenten im Rahmen des Geographiestudiums an der Universität Kiel erarbeitet.

2.2. 

Geologie

Die Ostsee entstand nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren.
Im Zuge der Landhebung nach dem Abschmelzen der Festlandgletscher entstanden auch die Inseln Vallgrund und Hailuoto. Das Zentrum der Landhebung des Fennoskandinavischen Schilds nach der letzten Eiszeit liegt im Bottnischen Meerbusen nahe bei Hailuoto, welches sich jedes Jahr um 8 mm aus der Ostsee erhebt.

Die Inseln, aus denen Hailuoto entstand, erhoben sich vor ca. 2.000 Jahren aus dem Meer. Im 18. Jahrhundert waren die Inseln Luoto, Hanhinen und Santonen durch die Straße von Kirkkosalmi voneinander getrennt.

Im Jahr 1871 trafen Luoto und Hanhinen aufeinander, Santonen war immer noch separat. Eine Verbindung der Insel zum Festland wird trotz der beachtlichen Landhebung von 8 mm jährlich noch einige Jahrhunderte dauern.

Die parallelen Klippeninseln vor Vallgrunds Nordküste haben alle eine Südwest-Nordost - Richtung und sind sogenannte Endmoränen. Diese entstehen durch Schutt und Geröll, das der Gletscher vor sich herschiebt und schließlich liegen bleibt, wenn das Eis abschmilzt, bzw. durch das Hinterlassen von im Eis eingefrorenen und auf dem Eis transportierten Steinen und Geröll, wenn sich das Binneneis zurückgezogen hat. Auf diese Weise aufgehäufte Endmoränen werden auch de Geer- oder Waschbrettmoränen genannt.