Dieses Lernmodul wurde von dem Verein EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V. im Rahmen des Forschungsprojektes „Forschung für ein Integriertes Küstenzonenmanagement in der Odermündungsregion (IKZM-Oder)“ unter Einbeziehung der Forschungergebnisse erstellt.

3.2. 

Projekte und Aktivitäten in der Oderregion

Strand von Ückermünde (südliches Oderhaff)
Kapitel 3.2

Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die in der Region stattfindenden Projekte mit Bezug zu Tourismus und Naturschutz.

In Mecklenburg-Vorpommern und hier besonders in der Region des Odermündungsgebietes gibt es zahlreiche Bemühungen Tourismus und Naturschutz in Einklang zu bringen. Grundlage dafür ist die lokale Agenda 21 für den Ostseeraum

Die Agenda 21 (Erklärung von Rio zur nachhaltigen Entwicklung) wurde 1992 entwickelt und von 178 Staaten unterzeichnet. Teil dieser Erklärung ist das "Integrierte Management" und die "Nachhaltige Entwicklung von Küsten und Meeren". Darauf begründen sich verschiedene regionale Initiativen, wie beispielsweise Baltic 21, die Agenda 21 für den Ostseeraum mit dem Schwerpunkt "regionale Zusammenarbeit" und "Einfluss des Umweltbereichs auf wirtschaftliche und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung" oder die "Agenda 21 Stettiner Haff – Region zweier Nationen“. Sie basiert auf einer Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern und umfasst insgesamt zehn Handlungsbereiche, darunter:

 

Als Teil von Baltic 21 wurde im September 2005 von der Universität Greifswald das internationale Projekt "AGORA" gestartet. Ziel ist die Stärkung des nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum. Beteiligt daran sind 44 Partnerorganisationen aus 10 Ländern in der Ostseeregion (Wirtschafts- und Umweltverbände, Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene und Universitäten). Bereits existierende Projekte zum nachhaltigen Tourismus sollen zusammengeführt und vernetzt werden. 

 

Im Rahmen des Projektes IKZM-Oder (Integriertes Küstenzonenmanagement für die Oderregion) wird ein grenzübergreifender Managementplan für die touristische Entwicklung der gesamten Region erarbeitet. Dazu sind folgende Schritte geplant:


(Diese und weitere Fakten erhalten Sie auf der Seite des Projektes)

Im Rahmen des EU Life Projektes BALTCOAST wurde 2003/2004 von der Uni Greifswald ein Gutachten erstellt, um Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung der Odermündung aufzuzeigen. Ziel des Gutachtens war, Lösungsansätze für Konflikte zwischen Naturschutz und Nutzern zu finden. Dazu sollten Gebiete ausgewiesen werden, die als touristische Entwicklungsgebiete, als Vorranggebiete für Naturschutz oder als Gebiete mit Nutzung und gleichzeitiger Sicherung des natürlichen Entwicklungspotentials genutzt werden sollen. Auch wurden Vorschläge für eine Entwicklung des bislang touristisch kaum erschlossenen Hinterlandes erarbeitet.

(vgl. beigefügtes Dokument rechts: Regionaler Planungsverband: Prof. Steingrube & I.L.N. Greifswald, 2005: "Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung des Odermündungsgebietes")