Dieses Lernmodul wurde von dem Verein EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V. im Rahmen des Forschungsprojektes „Forschung für ein Integriertes Küstenzonenmanagement in der Odermündungsregion (IKZM-Oder)“ unter Einbeziehung der Forschungergebnisse erstellt.

Meeres- und Küstentourismus

Zusammengestellt von:
Diplom-Geographin Corinna Kolf
2006

Strand von Heringsdorf auf Usedom
Inhalt des Moduls

In Kapitel 1. werden zunächst die Begriffe des Meeres- und Küstentourismus definiert und für den Ostseeraum erläutert. Im 2. Kapitel werden die Probleme, die durch Meeres- und Küstentourismus entstehen, sowie mögliche Lösungsansätze, wie alternative Tourismusformen oder Qualitätssiegel für nachhaltigen Tourismus, aufgezeigt. Kapitel 3. widmet sich speziell dem deutschen Odermündungsgebiet in Mecklenburg-Vorpommern und stellt Projekte vor, die in dieser Region durchgeführt werden, um die Auswirkungen des Tourismus auf die Küstenregion zu mindern.

Tourismus

"Der Tourismus hat sich in den letzten 50 Jahren nach der Öl- und der Automobilindustrie zu einem der größten Wirtschaftszweige der Welt entwickelt. In Deutschland trägt er bereits heute acht Prozent zum Bruttosozialprodukt bei. Die Zahl der Arbeitsplätze im Tourismus liegt bei rund 2,8 Millionen. Und alle Prognosen weisen darauf hin, dass in Zukunft noch mehr Menschen reisen werden als bisher. Die Welttourismusorganisation rechnet sogar mit jährlichen Steigerungsraten von 12 Prozent". (www.BfN.de)

 

Küsten in Europa 

Fast die Hälfte der europäischen Bevölkerung lebt in den Küstenregionen und zwar in nur maximal 50 Kilometer Entfernung von der Küste (die Konzentration auf die Küsten zeigen die Satellitenaufnahmen der NASA).

An den Küsten wird aber nicht nur bevorzugt gewohnt, sondern auch von 63% aller Europäer Urlaub gemacht. Diese hohen Besucherzahlen haben starke negative Auswirkungen auf die Umweltqualität der Zielregionen. Vielerorts können die Regionen den Besucheransturm nicht mehr bewältigen, es fehlt an sauberem Trink- und Meereswasser, guter Luft, intakter Natur und schöner Landschaft. Noch sind die Orte der Mittelmeerländer in stärkerem Maße betroffen als die Ostseeländer, doch es wird eine Änderung des Reiseverhaltens der Europäer erwartet. Gründe dafür sind: Die zunehmende Bedrohung durch Terroranschläge, Auswirkungen von Naturkatastrophen, wie Tsunamis oder Wirbelstürme und der prognostizierte Klimawandel mit einem Anstieg der Luft- und Wassertemperaturen. Eine Zunahme der Besucherzahlen in Nordeuropa wäre dann wahrscheinlich.

Welche Auswirkungen Tourismus schon heute in den Ostseeanrainerländern hat, wie man diesen Auswirkungen begegnen kann und welche zukünftigen Entwicklungen im Tourismus der Ostsee erwartet werden, ist Thema dieses Moduls.

Inhaltsverzeichnis:
 Meeres- und Küstentourismus