{"id":637,"date":"2021-01-20T14:57:21","date_gmt":"2021-01-20T13:57:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ikzm-d.de\/gocoase\/?page_id=637"},"modified":"2022-05-20T11:56:38","modified_gmt":"2022-05-20T09:56:38","slug":"klimawandel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/kuestenschutz\/klimawandel-kuestenschutz\/klimawandel\/","title":{"rendered":"1. Klimawandel"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"332\" src=\"http:\/\/www.ikzm-d.de\/gocoase\/wp-content\/uploads\/sites\/43\/2021\/12\/Cristina-NAZZARI-EUCC-D.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-878\"\/><figcaption><sup>Cristina Nazzari, EUCC-D<\/sup><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie beeinflusst der Klimawandel die K\u00fcsten?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Klimawandel verursacht weltweit zahlreiche Ver\u00e4nderungen. Durch die Erw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re schmelzen Gletscher und bewirken einen globalen Anstieg der Meere. K\u00fcstenregionen sind daher besonders vulnerabel gegen\u00fcber einer Temperaturerh\u00f6hung. Die \u00dcberflutungsgefahr k\u00fcstennaher Siedlungsgebiete sowie sonstiger Nutzfl\u00e4chen steigt durch die mit dem Meeresspiegelanstieg verkn\u00fcpfte zunehmende Erosion und den Sandabtrag. Unter anderem sind h\u00e4ufigere Sturmfluten die Folge, da der hohe Pegelstand schon bei geringeren Windst\u00e4rken erreicht wird. Durchschnittlich ist weltweit f\u00fcr die letzten 100 Jahre bereits ein Meeresspiegelanstieg von rund 20 cm zu verzeichnen<sup>1<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wird die deutsche Ostseek\u00fcste beeinflusst?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der globale Klimawandel ist auch auf lokaler Ebene bereits sp\u00fcrbar. Die Wasserst\u00e4nde der deutschen Ostseek\u00fcste erfuhren bereits einen Anstieg von insgesamt etwa <strong><em>15 cm<sup>2<\/sup>.<\/em><\/strong> Zwischen 1900 und 2015 ist die s\u00fcdwestliche Ostsee dabei jedes Jahr um 1 bis 1,7 mm angestiegen<sup>3<\/sup>. An der Ostseek\u00fcste Mecklenburg-Vorpommerns wurde im Zeitraum 1993-2015 ein Anstieg von 0,5 bis 3,5 mm\/Jahr gemessen<sup>3<\/sup>. Dies zeigt wie different der Meeresspiegelanstieg je nach Untersuchungsort ist und wie problematisch daher eine allgemeine Aussage \u00fcber den globalen Anstieg der Meere ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In Mecklenburg-Vorpommern konnten au\u00dferdem noch weitere Ph\u00e4nomene, die auf den Klimawandel r\u00fcckschlie\u00dfen lassen, beobachtet werden. Dazu z\u00e4hlen das h\u00e4ufigere Auftreten von Sturmfluten, das Voranschreiten des K\u00fcstenr\u00fcckgangs und vermehrte Steilk\u00fcstenabbr\u00fcche sowie einen Sandmangel und der Anstieg der Oberfl\u00e4chentemperatur. Die Wasseroberfl\u00e4chentemperatur der deutschen Ostsee zeigt bereits einen Anstieg von 0,8\u00b0 C im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961-1990<sup>4<\/sup>. Zudem erleben die deutschen K\u00fcstenregionen im Jahresdurchschnitt heute sechs Sommertage, also Tage mit Temperaturen \u00fcber 25\u00b0C, mehr und im Gegenzug deutlich weniger Frosttage<sup>2<\/sup>. Dadurch haben sich die Vegetationsperioden verl\u00e4ngert und die Sp\u00e4tfrostgefahr zugenommen. Weitere \u00c4nderungen lassen sich im Winterniederschlag erkennen, der in den letzten Jahrzehnten an der deutschen Ostseek\u00fcste um etwa 10 % zugenommen hat.  W\u00e4rmeliebende Arten werden zudem beg\u00fcnstigt, wodurch es bereits in den letzten Jahren vermehrt zu Quallen-, Blaualgen- und Borkenk\u00e4ferplagen kommt<sup>5<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>In den n\u00e4chsten Jahren ist eine Verst\u00e4rkung dieser Ph\u00e4nomene zu erwarten. Wie stark die Auswirkungen sein werden, h\u00e4ngt von den k\u00fcnftigen Ma\u00dfnahmen, die Treibhausgasemissionen zu verringern, ab. Fest steht, dass der K\u00fcstenschutz an die sich ver\u00e4ndernden Umst\u00e4nden angepasst werden muss. Der Meeresspiegel ist dabei f\u00fcr eine langfristige Planung zuk\u00fcnftiger K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen von gro\u00dfer Bedeutung<sup>3<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"has-small-font-size wp-block-heading\">Literaturhinweise<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-list\" style=\"font-size:10px\"><li>IPCC (2019): Special Report on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate. In press.<\/li><li>DWD (2018): Klimareport Mecklenburg-Vorpommern. Deutscher Wetterdienst. Offenbach am Main, Deutschland. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/klimareport_mv\/klimareport_mv_2018_download.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\" target=\"_blank\">Hier lesen.<\/a><\/li><li>Schlurmann, S\u00f6llner &amp; Wunsch (2019): Klimawandel und K\u00fcstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern. GoCoase Factsheet Nr.1 \u2013 09\/2019. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.eucc-d.de\/files\/eucc_images\/img\/projekte\/GoCoase\/GoCoase%20Factsheet%20No%201_final_18-02-20.pdf\" target=\"_blank\">Hier lesen.<\/a><\/li><li>Siegel, Herbert (2016): Die Entwicklung der Badewassertemperatur (Wasseroberfl\u00e4chentemperatur) der Ostsee seit 1990. <a href=\"https:\/\/www.io-warnemuende.de\/die-entwicklung-der-wasseroberflaechentemperatur-der-ostsee.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hier lesen<\/a>. <\/li><li>Meinke, Insa (Norddeutsches K\u00fcsten- und Klimab\u00fcro, Helmholtz-Zentrum Geesthacht) (2020): K\u00fcste im Wandel. In: EUCC \u2013 Die K\u00fcsten Union Deutschland e.V. (Hrsg.), Meer &amp; K\u00fcste \u2013 Deutsche Ostsee, V. 8, S. 22-23.&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/eucc-d-inline.databases.eucc-d.de\/files\/documents\/00001252_MuK_8-2020_E-Book.pdf\" target=\"_blank\">Hier lesen.<\/a><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie beeinflusst der Klimawandel die K\u00fcsten? Der Klimawandel verursacht weltweit zahlreiche Ver\u00e4nderungen. Durch die Erw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re schmelzen Gletscher und bewirken einen globalen Anstieg der Meere. K\u00fcstenregionen sind daher besonders vulnerabel gegen\u00fcber einer Temperaturerh\u00f6hung. Die \u00dcberflutungsgefahr k\u00fcstennaher Siedlungsgebiete sowie sonstiger Nutzfl\u00e4chen steigt durch die mit dem Meeresspiegelanstieg verkn\u00fcpfte zunehmende Erosion und den Sandabtrag. 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