Disclaimer:

Dieses Lernmodul wurde von dem Verein EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V. im Rahmen des Forschungsprojektes „Forschung für ein Integriertes Küstenzonenmanagement in der Odermündungsregion (IKZM-Oder)“ unter Einbeziehung der Forschungergebnisse erstellt.

Meeres- und Küstentourismus

Zusammengestellt von:
Diplom-Geographin Corinna Kolf
2006

Strand von Heringsdorf auf Usedom
Inhalt des Moduls

In Kapitel 1. werden zunächst die Begriffe des Meeres- und Küstentourismus definiert und für den Ostseeraum erläutert. Im 2. Kapitel werden die Probleme, die durch Meeres- und Küstentourismus entstehen, sowie mögliche Lösungsansätze, wie alternative Tourismusformen oder Qualitätssiegel für nachhaltigen Tourismus, aufgezeigt. Kapitel 3. widmet sich speziell dem deutschen Odermündungsgebiet in Mecklenburg-Vorpommern und stellt Projekte vor, die in dieser Region durchgeführt werden, um die Auswirkungen des Tourismus auf die Küstenregion zu mindern.

Tourismus

"Der Tourismus hat sich in den letzten 50 Jahren nach der Öl- und der Automobilindustrie zu einem der größten Wirtschaftszweige der Welt entwickelt. In Deutschland trägt er bereits heute acht Prozent zum Bruttosozialprodukt bei. Die Zahl der Arbeitsplätze im Tourismus liegt bei rund 2,8 Millionen. Und alle Prognosen weisen darauf hin, dass in Zukunft noch mehr Menschen reisen werden als bisher. Die Welttourismusorganisation rechnet sogar mit jährlichen Steigerungsraten von 12 Prozent". (www.BfN.de)

 

Küsten in Europa 

Fast die Hälfte der europäischen Bevölkerung lebt in den Küstenregionen und zwar in nur maximal 50 Kilometer Entfernung von der Küste (die Konzentration auf die Küsten zeigen die Satellitenaufnahmen der NASA).

An den Küsten wird aber nicht nur bevorzugt gewohnt, sondern auch von 63% aller Europäer Urlaub gemacht. Diese hohen Besucherzahlen haben starke negative Auswirkungen auf die Umweltqualität der Zielregionen. Vielerorts können die Regionen den Besucheransturm nicht mehr bewältigen, es fehlt an sauberem Trink- und Meereswasser, guter Luft, intakter Natur und schöner Landschaft. Noch sind die Orte der Mittelmeerländer in stärkerem Maße betroffen als die Ostseeländer, doch es wird eine Änderung des Reiseverhaltens der Europäer erwartet. Gründe dafür sind: Die zunehmende Bedrohung durch Terroranschläge, Auswirkungen von Naturkatastrophen, wie Tsunamis oder Wirbelstürme und der prognostizierte Klimawandel mit einem Anstieg der Luft- und Wassertemperaturen. Eine Zunahme der Besucherzahlen in Nordeuropa wäre dann wahrscheinlich.

Welche Auswirkungen Tourismus schon heute in den Ostseeanrainerländern hat, wie man diesen Auswirkungen begegnen kann und welche zukünftigen Entwicklungen im Tourismus der Ostsee erwartet werden, ist Thema dieses Moduls.

Inhaltsverzeichnis:
 Meeres- und Küstentourismus
 

1. 

Einführung zum Meeres- und Küstentourismus

Die Seebrücke von Heringsdorf auf Usedom
Inhalt Kapitel 1.In diesem Kapitel geht es thematisch um die inhaltliche Klärung der Begriffe Meeres- und Küstentourismus und weiterer Erscheinungsformen des auf die Küsten orientierten Tourismus. Außerdem werden Formen des Meeres- und Küstentourismus im gesamten Ostseegebiet behandelt.
  Zum Lesen
PDF-File
Tourismusverkehr

(PDF, 80,2 kB)

Wirtschaftsfaktor Tourismus 

Im Jahr 2004 entfiel knapp die Hälfte der Personen-Ankünfte (363,4 Mio.) auf nur 10 Länder, ein Drittel auf die Top 5 Frankreich (75 Mio.), Spanien (53,6 Mio.), USA (46,1 Mio), China (41,8 Mio.) und Italien (37,1 Mio.). Deutschland lag mit 20,1 Mio. Personen-Ankünften auf Rang neun.

Entsprechend der Zunahme des Tourismusverkehrs haben sich die Einnahmen aus dem Tourismusverkehr entwickelt. Die Einnahmen stiegen von lediglich 2,1 Mrd. US-Dollar im Jahr 1950 über 106,5 Mrd. 1980 auf bis dahin unerreichte 622,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2004.


Mit 326,7 Mrd. US-Dollar entfiel der größte Teil der Einnahmen wiederum auf Europa. An zweiter Stelle standen Nord-, Mittel- und Südamerika mit 131,7 Mrd. US-Dollar. Obwohl auf die Region Asien und Pazifik im Jahr 2004 die zweitmeisten Personen-Ankünfte entfielen, stand sie bei den Einnahmen an dritter Stelle (125,0 Mrd. US-Dollar). Parallel zu den Personen-Ankünften entfielen die geringsten Einnahmen aus dem Tourismusverkehr auf den Mittleren Osten (21,0 Mrd. US-Dollar) und Afrika (18,3 Mrd. US-Dollar).


51,6 Prozent der Einnahmen aus dem Tourismusverkehr bzw. 321,2 Mrd. US-Dollar entfielen auf nur 10 Länder. Mit 223,9 Mrd. US-Dollar entfiel über ein Drittel der Einnahmen auf die Top 5 USA (75,5 Mrd.), Spanien (45,2 Mrd.), Frankreich (40,8 Mrd.), Italien (35,7 Mrd.) und Deutschland (27,7 Mrd. US-Dollar).


Kein Land gab im Jahr 2004 mehr Geld für den grenzüberschreitenden Tourismus aus als Deutschland (71,0 Mrd. US-Dollar). Da sich der Wechselkurs von Euro und US-Dollar zu Gunsten des Euro verändert hat, lagen die USA (65,6 Mrd.) auf Rang zwei. Großbritannien folgte mit 55,9 Mrd. US-Dollar.

 

(Aus: World Tourism Organization (WTO): Tourism Market Trends, 2005. Diese und weitere Ergebnisse können dem nebenstehendem Dokument "Tourismusverkehr" der Bundeszentrale für politische Bildung entnommen werden)

In Deutschland erzielte die Tourismusbranche mit 2,8 Millionen Beschäftigen einen Umsatz von 140 Milliarden Euro. 116 Millionen Gäste tätigten 339 Millionen Übernachtungen in 54.166 Unterkünften mit etwa 2,6 Millionen Betten. 4.000 der 12.431 Gemeinden Deutschlands sind in Tourismusverbänden organisiert, 310 davon sind als Heilbäder oder Kurorte anerkannt. Den Gästen stehen unter anderem 6.135 Museen, 366 Theater, 34 Freizeit- und Erlebnisparks, 45.000 Tennisplätze, 648 Golfplätze, 122 National-/Naturparke beziehungsweise Biosphärenreservate, ein Wanderwegnetz von 190.000 km sowie 40.000 Kilometer Radfernwege zur Verfügung. (http://de.wikipedia.org)

Laut 36. Reisenalayse RA 2006 der F.U.R. (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.) verbringen 30,4 % der Bundesbürger, also 19,5 Millionen, ihren Urlaub in Deutschland. Diese Angabe bezieht sich auf Urlaubsreisen (ab 5 Tagen Dauer) der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre. (siehe Grafik rechts)

Weitere Ergebnisse der Reiseanalyse (RA) 2006 der F.U.R. (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.) sind:

Weltweit beliebte Reiseziele sind in diesem Segment die Küstenregionen, die starke Besucherzuwächse verzeichnen können. Für manche Regionen mag dies von Vorteil sein, doch meist sind mit diesen Steigerungsraten massive Probleme für die Gebiete verbunden.

 

Nachteile von Tourismus

 

Bewohner der Küstenregionen haben mit vielfältigen Auswirkungen zu kämpfen, wie Belastung und Zerstörung von Natur und Landschaft, Verkehrszunahme, Lärm und Abgase, Wasserverschmutzung, und gesellschaftlichen Folgen, wie Abwanderung, Wegfall von Arbeitsplätzen (Landwirtschaft, Fischerei) oder Verlust der eigenen kulturellen Identität.

Doch der Tourismussektor und seine Akteure sind auch selbst durch das eigene Fehlverhalten betroffen. Auswirkungen sind beispielsweise Zerstörung der Natur und Landschaft, Umweltbelastungen oder schlechte Trink- und Badewasserqualität. Grund dafür sind vielerorts fehlende touristische Managementkonzepte und mangelnde Kommunikation und fehlender Austausch mit anderen Sektoren wie Wirtschaft (Fischerei, Aquakultur), Raum- und Verkehrsplanung, Naturschutz oder Schifffahrt.

Hinzu kommen externe Faktoren, die ebenfalls auf den Tourismussektor wirken, wie Klimawandel und damit verbundene Auswirkungen wie beispielsweise Meeresspiegelanstieg oder die Zunahme von Wirbelstürmen und hohen Fluten. Sie bedrohen die Küsten und fordern Konzepte, die all diese Probleme angehen und zukunftsfähige Lösungen formulieren.

Vorteile von Tourismus

Vorteile von Tourismus gibt es aber auch. Durch geeignete Tierschutzprojekte, beispielsweise für Wale oder Delfine, können die Einheimischen erfahren, dass man Natur schützen und auch noch Geld damit verdienen kann. Vielerorts ist der ist der Bestand an Meeressäugern nicht mehr so stark gefährdet. Die Einheimischen haben die Vorteile von Tourismus und Naturschutz erkannt.

Urlaubs- und Kurzurlaubsreisen

Die RA 2006 für Deutschland zeigt, dass die Zahl der Kurzurlaubsreisen weiter steigt. 2005 wurden 48,3 Millionen Kurzurlaubsreisen und 64,1 Millionen Urlaubsreisen mit mehr als 5 Tagen gemacht.

55,3 % der Bevölkerung gaben 2005 an in den letzten 3 Jahren mindestens eine Urlaubsreise gemacht zu haben (siehe Grafik rechts).

Urlaubsformen mit den stärksten Zuwächsen

Natururlaub steht schon auf Platz 2 der Rangliste. Damit ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Naturschutz notwendig.

Der Begriff Natururlaub bezieht sich hier allerdings nur auf die eigenen Angaben der befragten Teilnehmer. Die Frage, die gestellt wurde, war: "Wo würden Sie ihren Urlaub zuordnen? Hier kann also Vogelbeobachtung, Wandern, Tauchen oder ähnliches gemeint sein, der Tourist aber dabei im Hotel gewohnt haben. (Telefonische Rücksprache mit F.U.R am 12.02.2007)

Urlaubsziele Inland - 2005

Über ¾ der Inlandsurlaubsreisenden entschieden sich für nur fünf Bundesländer: Bayern liegt auf dem ersten Platz, mit einem Anteil von 7,2 % an den gesamten Urlaubsreisen. Mecklenburg-Vorpommern behauptet den zweiten Rang mit 4,7 % trotz leichter Einbußen in den letzten beiden Jahren. Auf den Plätzen 3 - 5 liegen: Schleswig- Holstein (4,2%), Niedersachsen (3,5%) und Baden-Württemberg mit 2,5 %.

Auffallend ist hier, dass drei der beliebtesten Länder Zugang zum Meer haben, was sicherlich von entscheidender Bedeutung für die Wahl der Urlaubsregion ist.

FazitDie globale Bedeutung des Tourismus als wirtschaftlicher Faktor ist sehr hoch und die Küsten als Reiseziele sehr beliebt. Die Reiseintensität wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen, vor allem was den Anteil an Kurzreisen betrifft.
 

1.1. 

Definition der Begriffe Küste und Meeres- und Küstentourismus

Strand von Międzyzdroje, Wolin
Inhalt Kapitel 1.1In diesem Kapitel werden die Begriffe Küste, Meeres- und Küstentourismus und damit verbundene Begriffe wie Wassertourismus definiert.

Eine eindeutige Klassifikation in Küstentypen ist sehr schwierig. Beispielsweise lassen sich Küsten nach dem Querschnitt in Flach- und Steilküste, nach Schwankung des Meeresspiegels in Hebungs- und Senkungsküsten, nach geologischer Struktur in Längs- und Querküsten oder nach Verlauf in Ausgleichsküsten und gebuchtete Küsten einteilen, wobei es untereinander Überschneidungen geben kann.

Die Küstenformen der Ostsee sind hauptsächlich ein Resultat eiszeitlicher Gletscherbewegungen und nach-eiszeitlicher Geländehebung (Isostasie) im nördlichen und Absenkung im südlichen Bereich der Ostsee, die bis heute andauern. Des Weiteren werden Küsten durch die Lage in der Westwindzone beeinflusst, wodurch über die Strömung von Westen her beständig Sedimente verdriftet werden. Prägende Küstentypen sind die Fördenküste, die Boddenküste, die Ausgleichsküste und die Fjord-Schärenküste. (vgl. www.wikipedia.de)

Begriffsdefinition Küste

KüsteDer Begriff Küste meint, geographisch gesehen, den Übergangsbereich von Festland und Meer, wobei der Strand hier häufig den Kontaktbereich darstellt. Die Küste ist ein dynamischer Bereich, der durch verschiedene Vorgänge ständig verändert wird. Hierzu zählen die Gezeiten, also Ebbe und Flut, außerdem Brandung und Meeresströmungen und Prozesse wie Meeresspiegelschwankungen und Hebungen und Senkungen des Untergrundes. Zusätzlich verändert sich die Küste im Mündungsbereich der Flüsse, da die Sedimentfracht die hierher transportiert wurde, abgelagert wird.

 

Außerdem werden Küsten in vier Zonen unterteilt:  

Die intensive Nutzung der Küstenregion durch den Tourismus gefährdet folgende Ökosysteme der Ostsee:

 

Begriffsdefinition Tourismus

World Tourism Organization (UNWTO) versteht unter dem Begriff Tourismus "Aktivitäten von Personen, die an Orte außerhalb ihrer gewohnten Umgebung reisen und sich dort zu Freizeit-, Geschäfts-, oder bestimmten anderen Zwecken nicht länger als ein Jahr ohne Unterbrechung aufhalten. Außerdem muss gewährleistet sein, dass deren hauptsächlicher Reisezweck ein anderer ist, als die Ausübung einer Tätigkeit, die von dem besuchten Ort aus entgolten wird“.

Zudem kann Tourismus in folgende Untergruppen unterschieden werden:

Begriffsdefinition Meerestourismus und damit verbundene Tourismusformen

Meerestourismus oder mariner Tourismus bezieht sich auf das Meer als Grundlage für Erholung, Freizeit und Sport und ist damit ein Teil des Küstentourismus. 

  Zum Lesen

Zum marinen Tourismus zählen:  

 

Meerestourismus nutzt die besondere Atmosphäre, die sich aus dem Vorhandensein von Meer, Häfen und Küstenorten, von Werften und Schiffen und den Einrichtungen oder Hinterlassenschaften von heutiger oder ehemaliger Seefahrt und Fischerei ergibt. Meerestourismus richtet seine Infrastruktur auf das Meer aus.

 

Wassertourismusaktivitäten sind durch Faktoren wie Wassertemperatur, Lufttemperatur oder Windstärke überwiegend auf den Sommer beschränkt. Einige an das Wasser gebundene Sportarten wie Angeln, Surfen oder Strandsegeln werden aber auch in den Übergangszeiten (Frühjahr/ Herbst) oder sogar im Winter ausgeübt (Eissegeln/ Eisangeln) ausgeübt.

 

Begriffsdefinition Maritimer Tourismus

Der Begriff maritimer Tourismus umfasst ebenfalls alle Tourismusangebote, die sich auf Gewässer beziehen, also Meerestourismus, Kreuzfahrttourismus oder Segeltourismus. Er bezieht sich aber nicht nur auf das offene Meer, sondern auch auf die küstennahen Gewässer wie Flüsse, Seen und Kanäle.

 

Das maritime Flair wird erzeugt durch Einrichtungen wie:

 

Das Vorhandensein dieser Anlagen wird nicht nur von aktiven Wassertouristen geschätzt. Auch Besucher, die weder Segeln noch sich in irgendeiner Weise auf das Wasser begeben, mögen die besondere Atmosphäre und suchen diese Plätze auf. Neben diesen Einrichtungen sind die touristische Küstenschifffahrt, der Fährtourismus, das Management maritimer Veranstaltungen, die Ausbildung und Information der Besucher und der aktiven Wassertouristen sowie das Angebot maritimer Souvenirs Bedingungen für einen maritimen Tourismus.

Daneben benötigt der aktive Wassertourist, ob Segler, Ruderer oder Taucher eine gute Infrastruktur in Form von Booten, Anlegestellen, Zubehörhandel, Bootswerften, Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen und Sanitäranlagen. Der Zustand der Infrastruktur muss sich den Bedürfnissen der Nutzer anpassen, nur so ist ein wirtschaftlich relevanter Küsten- und Wassertourismus möglich. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Küstenlandschaft geschützt wird und Infrastruktureinrichtungen unter ökologischen Aspekten errichtet werden müssen. Der Bau von Aussenmarinas ist hier sehr umstritten. Diese Marinas würden die Küstenlandschaft optisch stark verändern und werden Auswirkungen auf das Strömungsverhalten und damit die Tierwelt haben.

  Zum Lesen

Begriffsdefinition Küstentourismus

Küstentourismus bezieht sich in seiner Ausrichtung zwar auf die Küste, in seinen Aktivitäten ist das Meer jedoch nicht unbedingt die Grundlage für die Aktivitäten der Urlauber. So basiert Küstentourismus auf der Kombination von Sonne, Wasser, Strand, landschaftlicher Schönheit und großer Artenvielfalt an der Grenze von Land zu Wasser.

 

Küstentourismusaktivitäten sind von direkten Interaktionen mit Meer und Strand unabhängig, haben für die Region aber eine wichtige wirtschaftliche Funktion. Dazu zählen beispielsweise Schwimmen in Pools, Sonnenbaden/Picknicken, Wandern, Radfahren, Kur- und Gesundheitstourismus, Wellness, Sport (z.B. Golf, Tennis, Reiten), weitere Freizeitaktivitäten (Einkaufen, Besuch von Restaurants, Kneipen oder Konzerten/ Veranstaltungen), Ausflugs- und Besichtigungsfahrten, Besuch von Naturgebieten, Camping, maritime Veranstaltungen, maritimer Industrietourismus und Stadt- und Kulturtourismus.

 

Fazit

 

Während der Begriff "maritimer Tourismus" die Tourismusangebote umfasst, in denen das offene Meer, Küstengewässer, Seen, Flüsse und Kanäle die natürlichen Grundvoraussetzungen für Tourismusaktivitäten darstellen, beschränkt sich dieses Modul primär auf den "Küstentourismus", und damit auf das offene Meer, die Küstengewässer und die unmittelbar an der Küste liegenden Landabschnitte.

 

Ihre Vielfalt und die Bedeutung der Küstenzonen und die dort auftretenden Probleme machen es dringend notwendig, Lösungen zu finden, die die Besonderheiten dieser Räume berücksichtigen und sie nachhaltig und umsichtig schützen und entwickeln. 

 

1.2. 

Meeres- und Küstentourismus im Ostseeraum

Inhalt Kapitel 1.2 In diesem Kapitel werden die Bedeutung des Ostseeraumes für den Tourismus, die darin stattfindenden Aktivitäten und mögliche Entwicklungen dargestellt.

  Zum Lesen

Die Ostseeregionen ziehen schon heute eine immer größere Zahl an Besuchern an. Die Geschichte, die Kultur und die Natur sind dabei die Anziehungspunkte. Die Mehrzahl der Touristen sind Einheimische oder kommen aus den direkten Nachbarländern. Massentourismus, wie am Mittelmeer gibt es in der Region nicht, doch es gibt regional starke Unterschiede im Besucheraufkommen. Die deutsche Ostseeküste ist in der Region am stärksten frequentiert. Ferientourismus ist auf die Sommermonate beschränkt, im Winter sind die Küsten nur wenig besucht, ausgenommen die Grenzregionen von Dänemark-Schweden und Deutschland-Dänemark für den grenzüberschreitenden Einkaufsbummel und in Tallinn, wo Finnen und Schweden Tagesbesuche machen, da die Fährtickets hier sehr preiswert sind. Über-Nacht Fährfahrten zwischen Finnland und Schweden sind das ganze Jahr über beliebt. Außerhalb der Saison ist der Bereich des Geschäftstourismus (Konferenzen, Tagungen) für die Hotels und Restaurants, vor allem in den Städten, von großer Bedeutung. Vor allem in den neuen EU-Ländern wurden in kurzer Zeit weitere Übernachtungskapazitäten geschaffen. Die neuste Entwicklung ist der Tourismus aus Russland nach Finnland und Schweden und die Zunahme von polnischen Touristen in der Region.

(vgl.: Baltic 21 Series No 7/98: Agenda 21– Baltic Sea Region Tourism, Baltic 21 Tourism Group, S. 24)

 

Zu der starken Frequentierung der Ostsee durch Boote und Schiffe und deren Auswirkungen auf die Lebensräume der Ostsee und ihrer Küsten (vgl. Kapitel 2) kommt das Problem der zunehmenden Bebauung der Küsten. So hat Europa nach einer Studie im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zwischen 1900 und 1990 etwa 43 % seiner Dünen durch Tourismus verloren. Bislang ist an der deutschen Nord- und Ostseeküste ein Rückgang der Dünen um 15 bis 20 % seit 1900 zu verzeichnen. Hier muss eine naturverträgliche Tourismusentwicklung weitere Schäden verhindern. Weitere Ausführungen dazu finden Sie in Kapitel 2.

  Zum Lesen

Tourismusaktivitäten finden sich entlang aller Küsten der Ostseeanrainer, doch es gibt regionale Schwerpunkte des Tourismus.

In Nordschweden und Finnland liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich Städte- und Naturtouristik, Angeln und Boot- und Ferienhausvermietung, da es hier keine großen Ferienorte, wie beispielsweise an der schleswig-holsteinischen Osteseeküste gibt. Gründe dafür sind die niedrigeren Temperaturen im Norden und das Fehlen langer Sandstrände. Damit sind die Bedingungen für sommerlichen Badetourismus nicht oder nur selten gegeben.  

In den Baltischen Staaten setzt man, neben dem Städtetourismus, auf Natur-, Rad- und Wandertourismus. Schwerpunkt ist außerdem aufgrund der reichen Artenvielfalt an Vögeln der Vogelbeobachtungstourismus und der Wassertourismus (Kajak und Kanu fahren, Segeln) in den Naturparken. In Estland, im Vogelschutzgebiet Matsalu bei Pärnu und im Gebiet der inselreichen Buchten an der Westküste, treffen beispielsweise mehrere Vogelzugrouten aufeinander. In Kolka, Lettland, sammeln sich im Frühjahr riesige Vogelschwärme. Besonders beliebt ist auch die Dünenlandschaft der Kurischen Nehrung in Litauen, die heute Nationalpark ist und seit 2000 als UNESCO Welterbe geschützt wird. Sie gilt auch als eines der teuersten Feriengebiete dieses Landes.

Ausführliche Beschreibungen zum Tourismus in der Bucht von Riga, oder auf den Inseln Gotland, Saarema, Seeland oder in Städten wie Gdansk & Sopot, Helsinki, Kaliningrad, Kopenhagen, St. Petersburg oder Stockholm und weiteren Orten finden Sie im Küstenatlas Ostsee von IKZM-Lernen über nebenstehenden Link.

FazitTrotz der konstant hohen Nachfrage im Tourismus gilt für alle Ostseeländer, dass der Wettbewerb größer wird und die kommende Entwicklung schwer abzuschätzen ist. Zuwächse für die Ostseeanrainer könnte aber der erwartete Klimawandel bringen, denn ein Anstieg der Temperaturen und das Auftreten häufiger Hitzewellen würde mehr Besucher in die nördlichen Regionen bringen, bzw. viele Urlauber davon abhalten, in die dann trockenen südlichen Urlaubsregionen zu reisen. Um die kommende Situation richtig einschätzen zu können, sind Untersuchungen und Informationsaustausch notwendig. Fehleinschätzungen würden die Küstenregionen sowohl in ökonomischer, sozialer als auch in ökologischer Hinsicht belasten. Überlegtes touristisches Management ist vor allem für die "neuen" Anbieterländer im Ostseetourismus (Baltische Staaten, Polen) von großer Bedeutung.

 

1.3. 

Meeres- und Küstentourismus an der deutschen Ostsee

Inhalt Kapitel 1.3

In diesem Kapitel geht es um die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Küstenbundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. 

Von besonderem Interesse für die Tourismuswirtschaft an der deutschen Ostseeküste, da Anziehungspunkt für viele Besucher, ist das maritime touristische Angebot und die kulturell-historischen Merkmale der Küsten von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Als kulturell-historische Merkmale und maritime touristische Angebote können hier beispielsweise die Altstadtkerne mit ihren Bauwerken aus der Hansezeit, die Bäderarchitektur der Küstenorte, das maritime Flair von Badeorten und Fischerdörfern sowie die Werften, Häfen, Fischanlandeplätze und Leuchttürme genannt werden.

Hauptmärkte im Tourismus sind in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein:

  Zum Lesen
  Zum Lesen
  Zum Lesen

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten 2005 zusammen 46,85 Millionen Übernachtungen, davon über 30 Millionen in MV und der Ostseeküste von SH. (2004: 46,52 Millionen und 2003: 49,23 Millionen) in Beherbergungsstätten mit 9 Betten und mehr. (vgl.: Statistisches Bundesamt). Damit liegt die Region auf dem absoluten Spitzenplatz vor allen anderen Ostseeanrainerstaaten.

 

 MV allgemein                    Gäste           Übernachtungen        Je Gast         
 2006      5,2 Mill.       21,4 Mill.        4,2
 2005      5,1 Mill.       21,2 Mill.        4,3

 Tab.1 Übernachtungen in Mecklenburg- Vorpmommern (Quelle: www.tmv.de)

 

Die Tourismuswirtschaft leistet damit in Mecklenburg-Vorpommern folgenden Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

 

 SH Reisegebiet 2005         Gäste   Übernachtungen        Je Gast       
 Nordsee       1.213.402         7.971.759         6,6
 Ostsee       2.333.138         9.954.364         4,3
 Holsteinische Schweiz          186.069            820.475         4,4
 Übriges Binnenland       1.325.078         3.614.957         2,7
 Schleswig-Holstein       5.057.687       22.361.555         4,4

Tab.2 Übernachtungen in Schleswig-Holstein (Quelle: landesregierung.schleswig-holstein.de)

 

Die schleswig-holsteinische Tourismuswirtschaft hat 2004 rund 4,7 Mrd. Euro umgesetzt. Davon entfielen 2,1 Mrd. Euro auf Übernachtungs- und 2,6 Mrd. Euro auf Tagestourismus. Damit hat der Tourismus 4,52 Prozent zum schleswig-holsteinischen Volkseinkommen 2004 beigetragen. Hier sind 80.000 Personen direkt und 50.000 Personen indirekt beschäftigt.

  Zum Lesen
  Zum Lesen

Die Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern 2010 definiert Stärken und Schwächen des Landes in Bezug auf den Tourismus. Dabei werden als Stärken in Sachen Tourismus genannt:

Ausführliche Informationen zum Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern in einigen Regionen (Darß-Zingster Bodden, Oder-Ästuar, Hiddensee, Rügen, Usedom) erhalten Sie über den Link zum Küstenatlas Ostsee.

Ebenso wie Mecklenburg-Vorpommern ist Schleswig-Holstein stark vom Tourismus geprägt. Besonders die naturräumlichen Gegebenheiten durch die lange Küstenlinie (536 km Küstenlänge an der Nordsee und 384 km an der Ostsee) und die zahlreichen Seen (etwa 250 Seen) sind ideal für den Wassertourismus  So verzeichnete Schleswig-Holstein 2005 mehr als fünf Millionen Gäste, davon mehr als 2,3 Millionen an der Ostseeküste, hat 130 000 Beschäftigte im Tourismussektor und erzielt damit rund 4,5 Milliarden Euro Jahresumsatz, doch die Zahlen steigen nicht mehr an. (Quelle: Landesregierung Schleswig-Holstein) 

 

Die Tourismuskonzeption sieht die Situation folgendermaßen: "Schleswig-Holstein hat als Urlaubsland eine lange und erfolgreiche Tradition mit naturräumlichen
Vorzügen (Lage zwischen zwei Meeren; Natur, Landschaft, Wasser und Klima), mit
guten und vielfältigen touristischen Angeboten sowie einem hervorragenden Image. Die derzeitigen Probleme der Branche (stagnierende/rückläufige Übernachtungszahlen etc.) liegen weniger in Mängeln bei der Angebotsqualität oder in der Enttäuschung der bisherigen Urlauberinnen und Urlauber begründet, sondern vielmehr im Reiz anderer Destinationen und den damit verbundenen Auswahlmöglichkeiten der Gäste".

 

Die Konzeption definiert dazu zehn Handlungsfelder: 

(Quelle: Tourismuskonzeption der Landesregierung SH)

 

Ausführliche Informationen zum Tourismus in Schleswig-Holstein in einigen Regionen (Flensburger Förde, Fehmarn, Trave) erhalten Sie über den Link zum Küstenatlas Ostsee.

FazitTourismus hat einen hohen Stellenwert in der wirtschaftlichen Bedeutung der beiden Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Hier zählen nicht nur die direkt im Gastronomie- und Hotelgewerbe Beschäftigten, sondern auch die damit verbunden Sektoren, wie weitere Dienstleister und Zulieferer. Trotzdem versuchen die beiden Länder den Naturschutz, der oft als Bremse für eine wirtschaftliche Entwicklung angesehen wird, mit dem Tourismus zu vereinbaren, wie die Tourismuskonzeptionen zeigen.
 

2. 

Probleme, Perspektiven und Lösungsansätze

Gefährdung der Dünen durch Besucher des Strandes

Inhalt Kapitel 2.In diesem Kapitel werden Probleme, die sich durch Meeres- und Küstentourismus ergeben können, genannt. Außerdem werden mögliche Lösungsansätze aufgezeigt.

"Tourismus ist daher wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Natur und Umwelt angewiesen. Natur und Landschaft stellen wichtiges Angebotssegment im Tourismus dar. Natur- und Landschaftserleben gehören zu den wichtigen Urlaubsmotiven. Der Tourismus wird deshalb häufig als die Schlüsselbranche für eine "nachhaltige Entwicklung" bezeichnet. Gleichzeitig werden Umweltprobleme von den Reisenden zunehmend wahrgenommen und beeinflussen die Entscheidung für ein Urlaubsziel in hohem Maße. Auf der anderen Seite sind eben diese intakte Natur und Umwelt, die schönen Landschaften, die die Attraktivität vieler Urlaubsgebiete ausmachen, gerade durch touristische Aktivitäten zunehmend bedroht: immer neue Hotels und Restaurants werden in die Landschaft gebaut, abgelegene Gebiete werden mit Straßen und Wegen erschlossen, Besuchermassen verscheuchen Tiere und zertrampeln Pflanzen, es wird viel sauberes Trinkwasser benötigt und die Entsorgung von Müll und Abwasser ist auch nicht immer geklärt. Ganz zu schweigen von den Umweltbelastungen durch den Verkehr. Bei den großen Tourismusorten am Mittelmeer ist die Grenze schon jetzt für jeden sichtbar. Die Touristen bleiben weg, weil das Meer dreckig ist, Lärm und Abgase die Erholung stören, das Wasser un-genießbar ist und von der einst schönen Landschaft nur noch ein Panorama mit Bettenburgen übrig geblieben ist. Schöne Aussichten, wenn der Tourismus weiter so wächst!" (www.BfN.de/0323_tourismus.html am 28.02.2007)

 

So kann die Ausweitung der Infrastruktur oder das Errichten von Gebäuden und Versorgungseinrichtungen die unterschiedlichsten Folgen haben:

Folgen
  • Erosion,
  • Wasserverschmutzung,
  • Wasserknappheit,
  • Artensterben,
  • Luftverschmutzung,
  • Bodenversiegelung,
  • Zerstörung von Vegetation,
  • Störung von Flora und Fauna, 
  • Belastung durch touristischen Fahrzeugverkehr
  • saisonaler hoher Wasser-, Energie- und Bodenverbrauch und 
  • saisonale Entsorgungsproblematik (Abfall, Abwässer) 
Weitere Folgen
  • Aufgabe von Traditionen und Berufen,
  • Niedergang der Industrie,
  • Reduzierung der Landwirtschaft und
  • Nutzungskonflikte von Einheimischen, Naturschutz, Tourismus, Aquakultur, Seetransport, Pipelines und Offshore-Nutzungen wie Windparks etc. 
  • Negative wirtschaftliche und soziale Folgen

  • Abwanderung der jüngeren Bevölkerung und damit Veralterung der Gesellschaft,
  • Verdrängung,
  • Arbeitslosigkeit und daraus resultierende
  • geringe Finanzkraft im öffentlichen und privaten Sektor
  • FazitFür die genannten Probleme und Auswirkungen für die Küstenregionen werden nachhaltige Tourismuskonzepte benötigt, von denen einige in Kapitel 2.2 und 2.3 vorgestellt werden.
     

    2.1. 

    Auswirkungen und Probleme von Küstentourismus

    Segelboot auf der Swine
    Inhalt Kapitel 2.1 Im Folgenden werden die kurzen Ausführungen aus Kapitel 2 vertieft und die gefährdeten Teilsysteme im Küstenbereich sowie Auswirkungen auf beispielsweise Flora & Fauna näher erörtert.

     

    Gesetze und Regelwerke zum Schutz der Küstenzone und des Meeres sind noch immer unzureichend. Gründe sind: Das Fehlen zuverlässiger und umfangreicher Datenmengen über den Lebensraum Meer und die oft mangelnde Kooperation zwischen Naturschutz, touristischen Marketing-Organisationen und touristischen Leistungsträgern. Beides erschwert den Schutz von Land und Meer. 

      Zum Lesen

    Als Folgen des Meeres- und Küstentourismus können für den Bereich Flora und Fauna Artenverlust und die Einschleppung fremder Organismen angeführt werden.  

    Flora und Fauna:

    Artenverlust: Küstentourismus bringt, wegen der wenigen, verlässlichen Kenntnisse über das Habitat Meer, Verlust von Arten mit sich, da mangelnde Information zu unbedachtem und falschem Verhalten von Besuchern derselben führen kann (z. B. Begehung der Dünenlandschaft, Kauf von „Meeres“Souvenirs wie Muscheln, Schnecken etc.). Ferner werden Lebensräume und Ressourcen vieler Organismen durch den Menschen gestört bzw. beeinträchtigt.

    Einschleppung fremder Organismen: Häufig kommt es zur Einschleppung fremder Organismen durch die immer zahlreicheren Kreuzfahrtschiffe, die die angestammte Tier- und Pflanzenwelt bedrohen. (Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden Dokument.)

    Gesellschaft:

    Für die Gesellschaft bedeutet der Küsten- und Meerestourismus Probleme im Bereich Verdrängung, Identitätsverlust und Abwanderung. 

    Verdrängung: So hat der Küstentourismus sozial-ökonomische Folgen, wenn es durch ihn zur Verdrängung der einheimischen Bevölkerung kommt, weil Grundstückspreise steigen.

    Identitätsverlust: Ebenso kann es zum Verlust der regionalen Identität aufgrund von Überprägung und Globalisierung kommen. Viele Küstenorte sind inzwischen gleichgemacht und beliebig austauschbar, das Ortsbild wird durch weltweit agierende Restaurant- und Handelsketten bestimmt und ermöglicht dem Besucher kein Erleben der individuellen, landestypischen und einzigartigen Besonderheit der Region.

    Abwanderung: Zum dritten kann eine schlecht geplante touristische Erschließung von Küstenregionen den regionalen Wirtschaftszweigen und dem sozialen Gefüge der örtlichen Gemeinden nachhaltigen Schaden zufügen. Durch den Tourismus geben viele Anwohner ihre früheren Tätigkeiten (Landwirtschaft, Fischerei) auf, um stattdessen in der Gastronomie zu arbeiten oder abzuwandern.

    Landschaft:

    Die Landschaft einer Küstenregion erfährt vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Erosion und Küstenschutzwälder besondere Beeinflussung.

    Infrastruktur: Tourismus ist durch extreme Saisonalität geprägt. Diese Saisonalität ist sowohl ein wirtschaftliches als auch ein ökologisches Problem. Die für die Hochsaison erforderliche Infrastruktur (für Unterbringung, Verkehr und Ver- und Entsorgungseinrichtungen) wird einen großen Teil des Jahres nicht ausgenutzt, muss aber dennoch bereitgehalten und unterhalten werden und verursacht damit in ökologischer und ökonomischer Hinsicht Kosten.

    Die vielerorts geforderten infrastrukturellen Erweiterungen, auch im maritimen Tourismus, können deshalb nur unter ökologischen Aspekten erfolgen, wenn man die einmalige, unverbaute Küstenlandschaft, die es noch vielerorts entlang der Ostseeküste gibt, erhalten will.

    Erosion: Im Bereich von küstennahen Fremdenverkehrseinrichtungen ist häufig eine anthropogen verstärkte Küstenerosion festzustellen. Stellenweise sind stark erodierende, nicht oder nicht effektiv gesperrte wilde Strandabgänge am Kliff festzustellen. An einigen Küstenabschnitten zeigen sich bereits deutliche Zersiedelungserscheinungen durch Fremdenverkehrs- und Freizeitinfrastruktur. Küstenschutzmassnahmen und Entwässerungsmaßnahmen bedrohen die Küsten zusätzlich.

    Küstenschutzwälder: Die an die Ostseebäder angrenzenden, z.T. unter besonderen Schutz stehenden Küstenwälder sind ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes und durch ihre Schönheit und Vielfalt bei den Touristen sehr beliebt. Leider werden auch sie oft durch Unachtsamkeit gefährdet. So kommt es beispielsweise zu Freilegung, Beschädigung und Zerstörung der Baumwurzeln, Stamm- und Astschäden, Vernichtung der Bodenvegetation durch Begehen und Befahren, Belastung des Bodens durch Waschwasser (Campingplätze), Erosion infolge der Zerstörung der Bodendecke durch Wasserabflussgräben u.ä., mäßige bis starke Auflichtung des Küstenschutzwaldes für Stellflächen, Wege und Aktionsräume sowie starke Einschränkung oder Stillstand der Waldverjüngung und damit Überalterung der Bestände  

     

    Ressourcen:

    Für den Bereich Ressourcen sind Wasser, Boden, Luft und Rohstoffe als betroffene Bereiche zu nennen.

    Wasser: Die touristische Erschließung von Küstenregionen bedeutet auch eine hohe Belastung für die örtliche Trinkwasserversorgung oder Entsorgung. Problematisch für die Wasserqualität ist u.a. der Anstrich von Booten mit Schutzfarben oder Mitteln gegen Seepocken, die ein ernsthaftes Problem für die örtlichen Fischzuchtbetriebe und die Gewässer darstellen.

    Boden: Auch die Ressource Landschaft wird in erhöhtem Maße verbraucht. Natur- und Kulturlandschaften verlieren durch die touristische Nutzung bzw. Übernutzung ihre Qualität und ihren Wert als Erholungsgebiete. Vor allem hat die starke Zunahme beim Bau von Infrastruktur wie Hotels, Ferienhäusern, Straßen, Parkplätzen, Ferienparks u.a. dazu geführt, dass Landschaften stark verändert werden.

    Luft: Ein schlechtes touristisches Management in Küstenorten kann zu einer erheblichen Verschmutzung der Luft führen: Durch die touristische Erschließung einer Region steigt hier der Verbrauch an fossilen Brennstoffen und kann bei entsprechend schlechtem Management zu einer nicht unbeträchtlichen Verschlechterung der Luftqualität vor Ort führen. So werden die fossilen Brennstoffe beispielsweise zum Betrieb der örtlichen Hotels, Cafés und Restaurants, für den Verkehr sowie Freizeit- und Sportaktivitäten (Wasserfahrzeuge etc.) verwendet. 

    Rohstoffe (Sand, Kies): In Küstentourismusregionen ist der Verbrauch an Rohstoffen wie beispielsweise Sand und Kies höher als in anderen nicht touristisch genutzten Küstenräumen, da hier Sand und Kies benötigt werden, um den Bau von Einrichtungen, Gebäuden oder Straßen zu ermöglichen. Dieser erhöhte Verbrauch mindert die Qualität der Strände, die durch den hohen Nutzungsdruck ohnehin stärker belastet sind.

    Fazit

    Die Küstenregionen und ihre Bewohner brauchen: 

    • nachhaltige Tourismuskonzepte,
    • nachhaltiges Tourismusmanagement,
    • Gebietsschutz,
    • Forschung und Datenerhebung,
    • Information und Bildung,
    • einen schonenden Umgang mit Ressourcen,
    • eine Stärkung der lokalen Wirtschaft,
    • die Beschränkung des Baus von Gebäuden und Infrastruktur,
    • Abfallvermeidung und Recycling und
    • Alternative Verkehrsmittel.
     

    2.2. 

    Zukunftsperspektive nachhaltiger Tourismus

    Ueckermünde
    Inhalt Kapitel 2.2In diesem Kapitel wird als eine mögliche Zukunftsperspektive für touristisch intensiv genutzte Gebiete der nachhaltige Tourismus vorgestellt. Vertiefend wird dann im weiteren auf verschiedene Konzepte hierzu eingegangen.
      Zum Lesen

    Reisende nehmen Umweltprobleme zunehmend wahr und lassen sich in der Wahl ihres Reiseziels davon beeinflussen, wie intakt die Natur vor Ort ist. Tourismus wird durch diese Nachfrage zum entscheidenden Faktor für eine nachhaltige Entwicklung in den Küstenregionen.

    Um Tourismus und Naturschutz in Einklang zu bringen und um die Auswirkungen von Tourismus auf die Umwelt zu mindern, sind in den letzten Jahren eine Vielzahl von Konzepten und Richtlinien entstanden. Sie reichen von anwendungsbezogenen Qualitäts-Gütesiegeln, über Managementstrategien bis hin zu nationalen und internationalen Richtlinien und Gebietsfestlegungen.

     

      Zum Lesen
    PDF-File
    Karte Naturparke

    (PDF, 1,2 MB)
      Zum Lesen

    Im Folgenden werden die vier Beispiele „Europäische Charta für Nachhaltigen Tourismus“, CBD-Leitlinien (CBD= Convention on Biological Diversity), Großschutzgebiete und Meeresschutzgebiete vorgestellt. 

    Die Europäische Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten

    Gebietsschutz ist eine wichtige Strategie des nachhaltigen Tourismus. Die Europäische Charta ist eine Auszeichnung für europäische Großschutzgebiete. Sie basiert auf der Idee einer nachhaltigen Tourismusentwicklung in Übereinstimmung mit den Tourismusleitlinien des Übereinkommens zur Biologischen Vielfalt (CBD= Convention on Biological Diversity). Ausgezeichnet werden Parke, die sich für einen nachhaltigen Tourismus engagieren. Der Schwerpunkt der Charta liegt nicht allein auf dem Schutz der Umwelt, sondern es wird ein Ausgleich zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten angestrebt. In Deutschland ist die "Europäische Charta" bisher in drei deutschen Naturparken (Steinhuder Meer, Frankenwald und Insel Usedom), sowie im Nationalpark Harz und im Biosphärenreservat Pfälzer Wald erfolgreich umgesetzt worden. Die Hauptziele sind:

     

    CBD Leitlinien (CBD= Convention on Biological Diversity)

    Die CBD-Leitlinien beziehen sich auf alle Arten des Tourismus.

    Sie gliedern sich in Abschnitte zu:

     

    Zentrales Merkmal eines nachhaltigen Tourismusmanagements sollte demnach die Einbeziehung von und Abstimmung mit allen relevanten Akteuren und Gruppen auf nationaler und regionaler Ebene sein. Zusätzlich werden zehn Anforderungen an das Management formuliert. Hierzu zählen u.a.

    Anforderungen an

    nachhaltiges

    Tourismusmanagement

  • die Ermittlung von Basisdaten zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Situation,
  • die Erarbeitung von Visionen bzw. Leitbildern der zukünftigen Entwicklung,
  • die Formulierung daraus abgeleiteter Ziele und Maßnahmen,
  • die Ermittlung möglicher Auswirkungen neuer Vorhaben vor ihrer Realisierung,
  • transparente Entscheidungsprozesse,
  • die Umsetzung und das Monitoring beschlossener Vorhaben.
  • Die CBD-Leitlinien verlangen die Information der Öffentlichkeit bzw. aller tatsächlich und potenziell betroffener Akteure über geplante Projekte vor deren Realisierung. Projektplanungen müssen Aussagen über die zu erwartenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen enthalten. Besonderen Wert legen die CBD-Leitlinien außerdem auf die Maßnahmen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung. Informations- und Bildungsangebote sollen für Touristen und für touristische Leistungsträger und Behördenmitarbeiter angeboten werden.

    Die CBD-Leitlinien und die Europäische Charta unterscheiden sich sowohl in Reichweite als auch Charakter. Während die CBD-Leitlinien allgemeine Anforderungen für einen nachhaltige Tourismusentwicklung definieren, handelt es sich bei der Europäischen Charta um eine Auszeichnung für Großschutzgebiete. Damit sind die Anforderungen der CBD-Leitlinien weit reichender als die der Europäische Charta. Dies zeigt sich auch darin, dass stärker auf die Verantwortung von Regierungen und Behörden Wert gelegt wird.

    Großschutzgebiete

    Großschutzgebiete leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Entwicklung von Natur und Landschaft. Während in Nationalparken die Natur im Mittelpunkt steht, dienen Biosphärenreservate und Naturparke dem Schutz und der Entwicklung intakter Kulturlandschaften. Der jeweilige Gebietsstatus regelt das Verhältnis von Tourismus und Erholung. Das steigende Interesse an Naturerlebnissen und Aktivangeboten, die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung und die Zunahme von Kurzreisen führen zu einer wachsenden Nachfrage nach Reisen und Aufenthalten in diesen Regionen. 

    (Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden Dokument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2003): Der Weg ist das Ziel. Das deutsche Modellprojekt zur Erprobung der Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten.)  

      Zum Lesen

    Meeresschutzgebiete

    Im Meeresbereich ist es ebenfalls möglich und erforderlich Schutzgebiete festzulegen. So wurden 2004 zehn NATURA 2000-Gebiete in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ = 200 Seemeilenzone) der Nord- und Ostsee an die Europäische Kommission gemeldet.

    Weitere Informationen zu Natura 2000 hierzu finden Sie über den Link zum Modul Natura 2000 bei IKZM-Lernen.

    Fazit

    In Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung und das geeignete Management ist das Ziel, die touristische Entwicklung auf die individuelle Belastbarkeit einer Region zu beziehen und geeignete Tourismusmodelle zu fördern, damit die Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt ein akzeptables Maß nicht übersteigen.

     

    2.3. 

    Tourismusindikatoren

    Ueckermünde
     
    Inhalt Kapitel 2.3In diesem Kapitel werden zunächst verschiedene Indikatorensets vorgestellt (entsprechende Dokumente sind beigefügt), mit deren Hilfe eine erfolgreiche Arbeit im Tourismusbereich gemessen werden kann. Außerdem wird ein Indikatorenset für die Oderregion vorgestellt, dass im Rahmen eines EU-Projekts vor Ort erarbeitet wurde.

    Indikatoren sind Kriterien, die eine Überprüfung und einen Vergleich von unterschiedlichen Reisezielen im Hinblick auf umweltbewusste und nachhaltige Tourismusentwicklung ermöglichen. Entwickelt wurden hierzu auf nationaler und internationaler Ebene Indikatorensets für nachhaltigen, ressourcenschonenden oder ökologischen Tourismus. Dabei wurde deutlich, dass eine erfolgreiche Arbeit im Tourismusbereich nicht durch die reinen Ausgabenzahlen bei den Gästen oder die Anzahl der Gästeankünfte zu messen ist. Stattdessen sind zunehmend Indikatoren wichtig, die eine Nutzung vorhandener Ressourcen bei möglichst geringer Belastung der Umwelt widerspiegeln.

    Aussagekräftiger sind hier Angaben zu:

     

    Indikatoren quantifizieren den Erfolg eines regionalwirtschaftlich orientierten und nachhaltigen Tourismuskonzeptes.

    Gütesiegel mit den entsprechenden Indikatoren wurden im Tourismus bisher hauptsächlich auf Unterkünfte (Hotels, Pensionen, Campingplätze), Restaurants/Raststätten oder Strände/Häfen angewendet. Sie sollen einen gewissen Qualitätsstandard sicherstellen, den Besucher über die Vorzüge des angebotenen Produktes informieren und außerdem einen gewissen Werbeeffekt erzielen. Mittlerweile existieren auch über die klassischen Gütesiegel hinausgehende Indikatoren für nachhaltigen Tourismus.

    Indikatorensets und Gütesiegel haben die Information der Verbraucher zum Ziel. Der Reisende soll sich in die Lage versetzt sehen, sich vor seiner Reise umfassend über die Umweltstandards in der ausgewählten Zielregion informieren zu können. Aussagekräftige Indikatorensets/Gütesiegel geben ihm damit eine bessere Produkt- und Marktübersicht und bieten eine Orientierungshilfe bei der Zielortentscheidung. Indikatoren/Gütesiegel bedeuten daher auch Verbraucherschutz. Durch die gemachten Aussagen werden dem Besucher gewisse Qualitätsstandards für das Reiseziel versichert.

    Bei den touristischen Anbietern kann die Auszeichnung mit einem Gütesiegel einen Wettbewerbs- und Marktvorsprung vor gleichwertigen Angeboten ohne Kennzeichnung bedeuten. Marktanteilsverschiebungen zugunsten von  gekennzeichneten Angeboten sind das Ziel. Auch steigert das Gütesiegel den Bekanntheitsgrad des Urlaubsortes. Ebenfalls von Bedeutung ist der Effekt der Motivation, dass ein erfolgreiches Gütesiegel auf weitere Anbieter ausüben kann, mit der Folge einer Erhöhung der Produkt- und Leistungsqualität.

    Indikatoren können außerdem bei politischen Entscheidungsprozessen hilfreich sein. Sie ersetzen damit aber nicht die politische Entscheidungsfindung selbst und sind auch keine Maßnahme, um Nachhaltigkeit zu erreichen.

      WWW-Link

    Umweltzeichen in Europa

    Im Rahmen des Programms VISIT wurde ein Vergleich der Kriterien und Prüfverfahren aller Systeme in Europa durchgeführt. Mehr als zehn Umweltzeichen in Europa einigten sich auf einen Mindeststandard mit 21 Anforderungen zu Umweltaspekten, Organisationsstruktur und Prüfverfahren. Ziel ist die Entwicklung gemeinsamer Werbestrategien und der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank mit allen zertifizierten Produkten der VISIT Umweltzeichen sowie freier Zugang für Kunden und Reiseveranstalter.

    (Weitere Informationen gibt es dazu unter nebenstehendem www.LINK)

      Zum Lesen
    PDF-File
    BMU Studie Indikatoren

    (PDF, 589,5 kB)

    Deutschsprachige Indikatorenansätze

    Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wurden deutsche Indikatorenansätze und Ansätze aus Österreich analysiert, die Hinweise für die Entwicklung von Indikatoren zu Tourismus und Biodiversität liefern können. Berücksichtigt wurden dabei 13 Indikatorenansätze für die Umsetzung der speziellen Ziele eines Nachhaltigen Tourismus. Davon wurden 8 Studien einer detaillierten Analyse und Bewertung unterzogen werden, da sie einen konkreten tourismusspezifischen Indikatorensatz enthalten. (Die Ergebnisse entnehmen sie bitte dem nebenstehenden Dokument: BMU (2002): "Recherche und Auswertung bestehender Indikatoren zu Tourismus und Biodiversität auf nationaler und internationaler Ebene")

      WWW-Link

    Umweltzeichen für die Oderregion

    Weitreichender als bisherige Gütesiegel und Zertifikate soll das europaweite  "QualityCoast Label" (QualitätsKüsten Siegel) der EU Initiative "Coastal Practice Network" (CoPraNet) sein, welches ganze Regionen oder Gemeinden für ein nachhaltiges Tourismusmanagement auszeichnen will.

    Regionen oder Gemeinden, die sich für ein solches Qualitätssiegel im nachhaltigen Tourismusmanagement qualifizieren möchten, haben bestimmte Standards zu erfüllen. Diese Standards werden mittels Indikatoren definiert. Wie solch ein Indikatorenset aussehen kann wird im Folgenden anhand eines Beispielprojektes, das 2005 in der Odermündungsregion durchgeführt wurde, nachvollzogen. 

      Zum Lesen
    PDF-File
    Akteure

    (PDF, 8,1 kB)

    Als Referenzregion für die Beurteilung und Anwendung der Meilensteine wurde durch den deutschen Projektpartner (Innenministerium Schleswig-Holstein) die Region Odermündung, einschließlich der Insel Usedom und dem Stettiner Haff, ausgewählt (vgl. "Lernmodul zur Odermündungsregion“). Zahlreiche Akteure aus den Gemeinden in dieser Region wurden aufgefordert, sich an den Aktivitäten zur Beurteilung der Indikatoren, zu beteiligen, um dadurch Einfluss auf die Gestaltung des Siegels zu nehmen.

    Die Auswahl der Akteure (vgl. "Zum Lesen Akteure") erfolgte unter dem Gesichtspunkt Ausgewogenheit. Ziel war, möglichst viele verschiedene Ansichten zu hören, damit durch die Beurteilung und Auswahl der Indikatoren die Region optimal, und damit für den Besucher hilfreich, definiert wird. Die Entwicklung von umsetzbaren Definitionen für die Indikatoren war das Ziel. Zudem galt es herauszufinden, ob diese praxisnah und anwendbar sein können. Außerdem sollte eine Bewusstwerdung der Indikatoren erreicht werden. Die Akteure wurden auch gebeten, eine mögliche Umsetzung und Akzeptanz zu diskutieren. Das Ergebnis ist eine kritische Evaluierung auf der Basis der Erfahrungen vor Ort und die Auswahl angemessener Indikatoren für die Region.

    Hafen Ueckermünde

    Indikatorenset für die Odermündungsregion

    Im Bereich Natur wurden folgende Kriterien festgelegt:   

    1. Information der Besucher zu Möglichkeiten von Naturerleben (z.B. Vogelbeobachtung),

    2. große zusammenhängende Naturgebiete und Landschaften sollen Bestandteil der Region sein,

    3. die Artenvielfalt soll hoch sein,

    4. Touristen sollen am Naturschutz beteiligt sein und 

    5. die Erreichbarkeit von Landschaften soll gewährleistet sein  

    Im Bereich Wasser- und Umweltqualität wurden ausgewählt:

    6. der Besucher soll über Gesundheitsrisiken (z.B. Luftverschmutzung), aber auch Umweltqualitäten (gute Luft, sauberes Wasser) aufgeklärt werden und

    7. die Wasserqualität soll regelmäßig kontrolliert werden und die Ergebnisse dem Gast zur Verfügung gestellt werden

    Im Bereich Sozialökonomie sollen folgende Kriterien erfüllt werden:

    8. die Region soll ein Angebot von traditionellen Übernachtungsmöglichkeiten und lokalen Speisen machen,

    9. im Angebot sollen lokale Produkte und Produktionsweisen verankert sein,

    10. die kulturelle Authentizität / lokale Identität der Region soll gewahrt bleiben und

    11. das kulturelle Erbe soll geschützt werden

    Im Bereich Qualität und Zugang zu Informationen sollen folgende Standards beachtet werden:

    12. der Gast soll über Erholungs- und Freizeitaktivitäten informiert werden,

    13. der Gast soll über Unterkünfte mit Öko-Siegel informiert sein und

    14. der Gast soll über den Öffentlichen Personennahverkehr informiert sein

    (Weitere Ausführungen zu den gewählten Kriterien entnehmen Sie bitte dem beigefügten IKZM-Oder Bericht "Bewertung von Tourismusindikatoren", Nr. 19, 2006) 

    Fazit

    Gütesiegel und Zertifizierungen für nachhaltigen Tourismus und ihre Indikatoren sind hilfreich und notwendig, wenn die Umweltqualität auch für künftige Generationen erhalten bleiben soll. Allein freiwillige Umweltleistungen der Tourismuswirtschaft reichen aber nicht aus.

    Neben den "weichen" Instrumenten wie Selbstverpflichtungen, Ökosiegel, Umweltpreise und Zertifizierungen, Netzwerken und Seminaren sind "harte" Instrumente wie Regulierung der Trinkwasserpreise und Abfallgebühren zur Durchsetzung des Verursacherprinzips notwendig. So ist es notwendig, dass die Politik auf nationaler als auch auf internationaler Ebene entsprechende gesetzliche und steuerliche Regelungen erlässt.

    Denn je nachhaltiger das touristische Angebot ist (Angebot regionaler Produkte, bessere Luft und Wasserqualität, weniger Abfälle) desto mehr Arbeitsplätze und Lebensqualität wird es für die lokale Bevölkerung geben und umso mehr Gäste werden die Region als Urlaubsziel auswählen.

     

    3. 

    Küstentourismus in der Oderregion

    Dänische und deutsche Küste, mit Rügen und der Oderregion am 5. März 2001.
    Inhalt Kapitel 3 Im Folgenden werden die Ausführungen der ersten beiden Kapitel vertieft und anhand des Beispiels Odermündungsregion näher verdeutlicht. Projekte mit dem Ziele eines nachhaltigen Tourismus werden dabei vorrangig berücksichtigt. Zunächst wird auf die allgemeine Situation in der Region eingegangen.
    Fischer am Achterwasser

    Die Region Odermündung (Stettiner Haff, Peenestrom und Achterwasser) mit der Insel Usedom und den angrenzenden Gemeinden des Festlandes ist ein wichtiger Erholungsraum, besonders für Wassersporttouristen.

    Während das Hinterland zwischen Küste und den Seenplatten touristisch kaum entwickelt ist und zu den strukturärmsten Gebieten Deutschlands zählt, sind die Orte entlang der Küste und an der Außenküste der Insel Usedom touristisch stark entwickelt. Hier spielt sich fast der gesamte Tourismus der Region ab.

     

    So kommen an die Küste Mecklenburg-Vorpommerns fast 70 % der Gäste um zu baden und Wassersport zu treiben. Dabei ist für die Besucher von Bedeutung, dass der Meerestourismus (Wassersport) eng verknüpft ist mit dem Küstentourismus (Städtebesichtigungen, Wellness, Kultur- und Industrietourismus) und sich beide Tourismusformen miteinander problemlos kombinieren lassen.

     

      Zum Lesen
    PDF-File
    Narbe am Inselstrand

    (PDF, 113,3 kB)

    Landschaft und Wasser sind die entscheidenden Faktoren bei der Wahl des Odermündungsgebietes als Urlaubsregion. Usedom ist für die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern von größter Bedeutung. Die wachsende Anzahl an Touristen verursacht aber auch einen erhöhten Nutzungsdruck auf Land, Meer und angrenzende Wasserflächen (Achterwasser, Stettiner Haff und Peenestrom).

    "Auffällig im Untersuchungsgebiet ist eine Ungleichverteilung der Ankünfte und Übernachtungen in der Region. Besonders die Gemeinden auf der Insel Usedom weisen hohe Zahlen in den Ankünften, Übernachtungen und der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer auf. Spitzenreiter sind Heringsdorf, Zinnowitz, Bansin und Ahlbeck, also alles Orte an der Außenküste mit direktem Zugang zum Meer. Im Vergleich zu diesen Orten liegt das Hinterland Usedoms in der Entwicklung zurück: Gemeinden wie Usedom (Stadt) oder Rankwitz weisen derzeit wesentlich niedrigere Zahlen für Ankünfte und Übernachtungen auf. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Gemeinden des Festlandes, die eine eher zurückhaltende Entwicklung aufweisen. Insbesondere die Städte Anklam, Wolgast und Ueckermünde liegen in den Übernachtungsdaten weit hinter den Stranddestinationen der Insel Usedom".

    (Auszug aus: Prof. Steingrube & I.L.N. Greifswald, 2005: "Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung der Odermündung im Bereich des Peenestroms, des Achterwassers und des Stettiner Haffs unter besonderer Berücksichtigung maritimer touristischer Nutzungen")

     

    3.1. 

    Aktuelle Situation und Probleme in der Oderregion

    Strand von Mönkebude

    Inhalt Kapitel 3.1Auch in der touristisch intensiv genutzten Odermündungsregion treten durch den Meeres- und Küstentourismus zunehmend Probleme auf. In diesem Kapitel wird zunächst die aktuelle Situation beschrieben und auf die Schwierigkeiten eingegangen.

     

    Das Odermündungsgebiet ist Teil der Grenzregion von Deutschland und Polen und zeichnet sich durch eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Seen, Wäldern und Küstengewässern aus. Die ökonomische Situation in der Region ist schwierig (vgl. dazu "Fallstudie Odermündung"). Gerade im Hinterland, wo wenig Tourismus stattfindet, ist die wirtschaftliche Lage angespannt. Hier, wie auch in der gesamten Region, ist der Tourismus die größte Hoffnung für die Zukunft, steht jedoch oft mit Naturschutzbelangen im Konflikt.

    Probleme beiderseits der Grenze ergeben sich durch:

    • hohe Arbeitslosigkeit von teilweise 30% und mehr in den ländlichen Räumen,
    • geringe Finanzkraft im öffentlichen und privaten Sektor,
    • starke Veralterung der Gesellschaft auf der deutschen Seite, 
    • Abwanderung,
    • touristisch unterentwickeltes Hinterland,
    • Reduzierung der Landwirtschaft,
    • Belastung durch den touristischen Fahrzeugverkehr in bzw. aus Richtung Grenze,
    • Nutzungsintensitäten (wie z.B. Aquakulturen, Seetransport, Pipelines) und Offshore-Nutzungen wie Windparks, aber auch zunehmende Naturschutzansprüche bilden ein wachsendes Konfliktpotential,
    • Konflikte zwischen Naturschutz und Tourismus (vgl. den Text zum Lesen),
    • Mindere Wasserqualität durch Schadstoffeintrag der Oder und 
    • Klimawandel (wirkt sich auf die Küstenregion und den Tourismussektor aus)
    Strand in Neuwarp im Süden des Oderhaffs
      WWW-Link
      WWW-Link
      WWW-Link
      WWW-Link

    Das bedeutet für die Umsetzung von Programmen und Projekten, dass es aufgrund der hohen Erwerbslosenquote eine geringere Akzeptanz gegenüber umweltrelevanten Fragestellungen gibt und die schwierigen sozioökonomischen Rahmenbedingungen damit die Umsetzung von Nachhaltigkeitsprozessen erschweren.

     

    Als mögliche Lösungsansätze können folgende Programme und Projekte genannt werden:

     

    Fazit

    Um die hohe Qualität von Landschaft und Natur in der Region zu erhalten und somit auch weiterhin Touristen für die Region begeistern zu können, sind Anstrengungen auf allen Seiten nötig: In der Politik, bei Entscheidungsträgern, lokalen Akteuren, Tourismuswirtschaft, Fischerei, Schifffahrt, Besuchern und weiteren Nutzern der Küstenzone. 

    Es ergeben sich folgende Ziele für die Region:

    • Förderung der grenzüberschreitenden nachhaltigen Entwicklung,
    • partnerschaftliche Zusammenarbeit,
    • Sicherung und Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen,
    • Entwicklung grenzübergreifender Methoden und Abstimmungsverfahren zur Kooperation von Nutzungsinteressen,
    • Umsetzung wirtschaftlicher Interessen des maritimen Tourismus sollen naturverträglich sein sowie
    • Minderung der Auswirkungen von Arbeitslosigkeit, Verkehr, Klimawandel, Wasserverschmutzung und verschiedenen Nutzungen auf die Region.
     

    3.2. 

    Projekte und Aktivitäten in der Oderregion

    Strand von Ückermünde (südliches Oderhaff)
    Kapitel 3.2

    Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die in der Region stattfindenden Projekte mit Bezug zu Tourismus und Naturschutz.

    In Mecklenburg-Vorpommern und hier besonders in der Region des Odermündungsgebietes gibt es zahlreiche Bemühungen Tourismus und Naturschutz in Einklang zu bringen. Grundlage dafür ist die lokale Agenda 21 für den Ostseeraum

    Die Agenda 21 (Erklärung von Rio zur nachhaltigen Entwicklung) wurde 1992 entwickelt und von 178 Staaten unterzeichnet. Teil dieser Erklärung ist das "Integrierte Management" und die "Nachhaltige Entwicklung von Küsten und Meeren". Darauf begründen sich verschiedene regionale Initiativen, wie beispielsweise Baltic 21, die Agenda 21 für den Ostseeraum mit dem Schwerpunkt "regionale Zusammenarbeit" und "Einfluss des Umweltbereichs auf wirtschaftliche und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung" oder die "Agenda 21 Stettiner Haff – Region zweier Nationen“. Sie basiert auf einer Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern und umfasst insgesamt zehn Handlungsbereiche, darunter:

     

    Als Teil von Baltic 21 wurde im September 2005 von der Universität Greifswald das internationale Projekt "AGORA" gestartet. Ziel ist die Stärkung des nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum. Beteiligt daran sind 44 Partnerorganisationen aus 10 Ländern in der Ostseeregion (Wirtschafts- und Umweltverbände, Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene und Universitäten). Bereits existierende Projekte zum nachhaltigen Tourismus sollen zusammengeführt und vernetzt werden. 

     

    Im Rahmen des Projektes IKZM-Oder (Integriertes Küstenzonenmanagement für die Oderregion) wird ein grenzübergreifender Managementplan für die touristische Entwicklung der gesamten Region erarbeitet. Dazu sind folgende Schritte geplant:


    (Diese und weitere Fakten erhalten Sie auf der Seite des Projektes)

    Im Rahmen des EU Life Projektes BALTCOAST wurde 2003/2004 von der Uni Greifswald ein Gutachten erstellt, um Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung der Odermündung aufzuzeigen. Ziel des Gutachtens war, Lösungsansätze für Konflikte zwischen Naturschutz und Nutzern zu finden. Dazu sollten Gebiete ausgewiesen werden, die als touristische Entwicklungsgebiete, als Vorranggebiete für Naturschutz oder als Gebiete mit Nutzung und gleichzeitiger Sicherung des natürlichen Entwicklungspotentials genutzt werden sollen. Auch wurden Vorschläge für eine Entwicklung des bislang touristisch kaum erschlossenen Hinterlandes erarbeitet.

    (vgl. beigefügtes Dokument rechts: Regionaler Planungsverband: Prof. Steingrube & I.L.N. Greifswald, 2005: "Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung des Odermündungsgebietes")

     

     

    3.3. 

    Ergebnisse, Trends und Perspektiven

    Uekermuende
    Inhalt Kapitel 3.3

    In diesem Kapitel werden aktuelle Trends im Tourismus und mögliche Lösungsansätze für eine verbesserte Zusammenarbeit von Naturschutz und Tourismus vorgestellt.  

    Ergebnisse von IKZM-Oder

    Berichte zu den Themen „Touristische Infrastruktur“, „Nutzungskonflikte in Küstengewässern“ oder "IKZM und Agenda 21" wurden erarbeitet, um nur einige Beispiele zu nennen. Weitere Berichte und Publikationen entnehmen Sie bitte der Seite www.ikzm-oder.de auf die Sie über den nebenstehenden Link geführt werden.

      Zum Lesen
      Zum Lesen

    Trends im Tourismus

    Gesellschaftliche Veränderungen wirken auf das Verhalten des Reisenden in starkem Maße. Gruppenreisen oder stark organisierte Reisen werden immer weniger gewünscht. Der Reisende möchte durch die Wahl seines Reiseziels und sein Reiseverhalten seine eigene Besonderheit und Individualität ausdrücken.

    Diese Individualisierungsprozesse führen zu einer Differenzierung touristischer Bedürfnisse und Interessen. Die Vielfalt an Zielgruppen wird größer. Soziodemographische Merkmale des Einzelnen (Alter, Bildung, Einkommen und  Familienstand etc.) reichen zur Abgrenzung von anderen nicht mehr aus. Daher werden zunehmend Verhalten und Lebensstil verändert (vgl. Zum Lesen: "Trends im Tourismus").

    Auch ist ein starker Trend zu Kurzreisen zu beobachten, die in ihrer Zahl zunehmen und die Infrastruktur stark belasten und zu einem erhöhten Energieverbrauch bei Transportleistungen führen.

    (Weitere Trends entnehmen Sie bitte dem beigefügten "Tourismuspolitischen Bericht der Bundesregierung" vom Juli 2003 ab Seite 31)

     

    Perspektiven

    Perspektiven und Lösungen können wie folgt aussehen:

    • Erlass von Richtlinien und Gesetzen zum Schutz von Natur und Umwelt (Biologische Vielfalt, europäische Charta für Großschutzgebiete)
    • Gebietsschutz
    • Bildung, Information und Aufklärung von Besuchern, Einheimischen, Akteuren
    • Einhaltung von Umweltstandards und Information der Öffentlichkeit (Badewasser-, Luft- und Strandqualität)
    • Forschung und Datenerhebung (Aufbau von Datenbanken)
    • Internationaler, nationaler und regionaler Erfahrungsaustausch
    • Änderung von Gesetzen und Raumplanungsstrategien
    • IKZM und Küstenforen zum Austausch
    • Einbindung der Tourismusakteure mit dem Ziel "besseres und nachhaltiges Tourismusmanagement"
    • alternative Tourismusformen (sanfter Tourismus, ökologischer Tourismus, nachhaltiger Tourismus)
    • Tourismussiegel und Zertifikate als Motivation (Indikatoren zum nachhaltigen Tourismus)

     

    Fazit

    Die steigende Nachfrage im Bereich Natur- und Kulturtourismus erhöht die touristische Belastung naturnaher Gebiete. Dabei wächst die Nachfrage nach einem hohen Umweltstandard am Zielort, der häufig dadurch zu erreichen versucht wird, dass neue unberührte Zielgebiete erschlossen werden statt bereits erschlossene Gebiete durch langfristige Umweltinvestitionen zu verbessern.

    Bildung, Information und Aufklärung von Besuchern, Einheimischen und Tourismusakteuren ist daher die beste Strategie, um ein langfristiges Umdenken und eine Änderung der Verhaltens zu erreichen.

    Fischerboote am Strand von Międzyzdroje
     

    4. 

    Quellenverzeichnis

      WWW-Link

    Artikel aus der Ostseezeitung zum Thema Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern:

     

    4.1. 

    Literaturverzeichnis

    Bei der Erstellung des Moduls wurde, neben Informationen aus dem Internet, die folgende Literatur verwendet:

    Agenda-Transfer / Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21 (2003): Gemeinsam empfohlene Indikatoren zur kommunalen Nachhaltigkeit. Bonn, Juli 2003.

    Akademie für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (2002): Natur als Produkt im Schleswig-Holstein-Tourismus. 2002.

    Appel, E. (Hrsg.) (1992): Landschaft – Tourismus – Planung. Berlin 1992

    Baltic 21 Secretariat at the Council of the Baltic Sea States (2003): Baltic 21 Report 2000-2002: Towards sustainable development in the Baltic sea region. Baltic 21 Series No 1/2003.

    Becker, C. (Hrsg.) (1992): Erhebungsmethoden und ihre Umsetzung in Tourismus und Freizeit. Trier. Geographische Gesellschaft. 1992.

    Beese, G.; Slawinski, U. (Hrsg.) (2000): Dokumentation zum Projekt "Die Entwicklung nachhaltiger Kooperationsbeziehungen im Tourismus der Ostsee-Region und ihre Übertragbarkeit auf weitere Küstenregionen : von der Zukunftskonferenz zu attraktiven touristischen Angeboten" / Autoren: Deutsches Küstenland e.V. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Rostock 2000.

      WWW-Link
      Zum Lesen
      Zum Lesen
      Zum Lesen

    Bundesamt für Naturschutz (2005): Wie verändert sich die Artenvielfalt durch den Klimawandel?, Pressearchiv des BfN. Bonn, September 2005.

    Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.) (2005): Natura 2000 und nachhaltiger Tourismus in sensiblen Gebieten. Empfehlungen zum Management des Tourismus in Natura 2000-Gebieten im Sinne einer nachhaltigen Tourismusentwicklung. Bonn – Bad Godesberg 2005.

    Bundesamt für Naturschutz (2006): BfN-Tagung Meeresnaturschutz am 1. Dezember 2004: Schutz der biologischen Vielfalt in Nord- und Ostsee verstärken. Zehn "Natura 2000-Gebiete" nach Brüssel gemeldet. (entnommen dem Pressearchiv des BfN, 2006).

    Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten, Bonn - Bad Godesberg 2005. Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Tourismus, Naturschutz und Wassersport. Bonn – Bad Godesberg 2004.

    Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.) (2002): Nachhaltige Tourismusentwicklung in Großschutzgebieten. Bonn – Bad Godesberg 2002.

    Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.) (2000): International Workshop: Case Studies on Sustainable Tourism and Biological Diversity. Bonn-Bad Godesberg 2000.

    Bundesamt für Naturschutz (1997): Biodiversität und Tourismus. Berlin (u.a.) 1997.

    Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.) (1996): Biodiversität und Naturschutz. Berlin/Heidelberg 1996.

    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2000): Einschleppung fremder Organismen in Nord- und Ostsee: Untersuchungen zum ökologischen Gefahrenpotenzial durch den Schiffsverkehr. Mai 2000.

    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2003): Der Weg ist das Ziel. Das deutsche Modellprojekt zur Erprobung der Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten. Juni 2003.

    Breitzmann, K.- H. (Hrsg.) (2001): International Student Conference „Tourism around the Baltic Sea“. Rostock 2001.

    Breitzmann, K.- H. (2000): Mecklenburg-Vorpommerns Gäste. Struktur, Aktivitäten und Zufriedenheit. Rostock 2000.

    Breitzmann, K.- H. (Hrsg.) (2000): Die Hafen und Seeverkehrswirtschaft als ein Entwicklungsschwerpunkt Mecklenburg-Vorpommerns – Neue Herausforderungen im Ostseeraum. Rostock 2000. 

    Breitzmann, K.- H. (Hrsg.) (1998): EU-Erweiterung im Ostseeraum und Kooperationsförderung durch Ostseeorganisationen – Herausforderungen und Chancen für Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 1998. 

    Chowanetz, R. (1995): Mecklenburg- Vorpommern. Leipzig 1995.

    Danielsson, J. (et al.) (2001): Indikatoren für die Entwicklung von nachhaltigem Tourismus im Ostseeraum. 2001.

      WWW-Link

    Deutscher Sportbund, Abteilung Umwelt und Sportstätten (2001): Natura 200 und Sport. Frankfurt a. Main, Oktober 2001.

    dwif, OIR, FVR (2004 ): Ergebnisse zum 2. Umsetzungs-Workshop zur Tourismuskonzeption Schleswig-Holstein, 27.09.2004.

    dwif, OIR, FVR (o. J. ): Maritimer Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern.

    Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt (2001): EU-Brennpunkt – Küstenzonen. Gezeitenwechsel für die Küstenzonen Europas, Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften. 2001.

    Europäische Kommission, Generaldirektion Unternehmen, Referat Fremdenverkehr (2000): Für Qualität im Küstentourismus : Integriertes Qualitätsmanagement (IQM) der Reiseziele an Küsten ; Zusammenfassung /. - Luxemburg : Amt für amtliche Veröff. der Europ. Gemeinschaften. 2000.

    Europäische Kommission, Generaldirektionen Umwelt, nukleare Sicherheit und Katastrophenschutz, Fischerei, Regionalpolitik und Kohäsion (1999): Eine europäische Strategie für das integrierte Küstenzonenmanagement (IKZM)- Allgemeine Prinzipien und politische Optionen. 1999.

    Europäische Kommission (2000): Mitteilung der Kommission an den Rat und das europäische Parlament über eine Strategie für das integrierte Küstenzonenmanagement. Brüssel, September 2000.

    Europarc Federation (2002): Protected Areas and Tourism. The European Charter. 2002.

    Feilbach, M. (2004):Entwurf eines Integrierten Küstenzonenmanagementplans für die Odermündung. IKZM-Oder Berichte 2 (2004).

    Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R) (2006): Zentrale Ergebnisse Reiseanalyse 2006. Kiel 2006.

    Hamburg Messe und Congress GmbH und Deutscher Tourismusverband e.V. (2003): Grundlagenuntersuchung Wassertourismus in Deutschland. Ist-Zustand und Entwicklungsmöglichkeiten. Berlin, Mai 2003.

    Heinsohn, K. (2004): Tourismus und Naturschutz: Konfliktlösungsstrategien am Beispiel der FFH-Richtlinie in Mecklenburg-Vorpommern. Berlin, September 2004.

    Koch, H.; Beese, G. (1999): Die Entwicklung des maritimen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern in: Slawinski, Ursula (Hrsg.): Nachhaltiger Tourismus - Probleme und Perspektiven. Rostock, Juni 1999.

    Kolf, C. (2006): Bewertung von Tourismus Indikatoren. Die Odermündungsregion. IKZM-Oder Berichte 19. 2006.

    Lange, S. (2006): Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Odermündungsregion unter besonderer Berücksichtigung des Küstenschutzes und dessen Folgen für den Tourismus. IKZM-Oder Berichte 24. 2006.

    Die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein (1998): Landesraumordnungsplan Schleswig-Holstein. Kiel 1998.

    Ministerium für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) (2002): Tourismuskonzeption Schleswig-Holstein: „Natürlich erfolgreich“. Kiel, Oktober 2002.

    Ministerium für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein (2002): Umsetzungsworkshop zur Tourismuskonzeption Schleswig-Holstein am 03. Juli 2002 in Rendsburg.

    Ministerium für Wissenschaft,Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein: Studie Wassersporttourismus in Schleswig-Holstein. Kiel, Februar 2005

    Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) (2005): Studie Wassersporttourismus in Schleswig-Holstein - Angebotsleitfäden. Kiel, Februar 2005.

    Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) (2003): Konzept zur Weiterentwicklung des Wassertourismus in Schleswig-Holstein. Kiel, November 2003

    Regionale Agenda 21 Stettiner Haff (2000): Gemeinsame Erklärung über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern. Schwerin, Juni 2000.

    Regionaler Planungsverband Vorpommern (2005): Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung der Odermündung im Bereich des Peenestroms, des Achterwassers und des Stettiner Haffs unter besonderer Berücksichtigung maritimer touristischer Nutzungen. Greifswald, Juni 2005.

    Schloemer, A. (1999): Nachhaltiger Tourismus? : ein Beitrag zur Evaluation aktueller Konzeptionen für ländliche Regionen Mitteleuropas. 1999.

    Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern (2006): Tourismus 2005: Leichte Zunahme bei den Übernachtungen. Presseinformation vom 21.2.2006

    Statistisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern (2005): Zahlenspiegel Mecklenburg-Vorpommern. Januar 2005.

    Steingrube,W.; Scheibe, R. & Feilbach, M. (2006): Tourismus-Leitbild Stettiner Haff. Institut für Geographie und Geologie Wirtschafts- und Sozialgeographie. IKZM-Oder Berichte 23. April 2006.

    Steingrube,W.; Scheibe, R. & Feilbach, M. (2004): Ergebnisse der Bestandsaufnahme der touristischen Infrastruktur im Untersuchungsgebiet, Institut für Geographie und Geologie Wirtschafts- und Sozialgeographie. IKZM-Oder Berichte 4. November 2004.

    Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (2001): Biologische Vielfalt und Tourismus. Workshop Santo Domingo, 4 - 7 Juni 2001

    United Nations (1992): AGENDA 21. Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung. Rio de Janeiro, Juni 1992.

    Verband Deutscher Naturparke (VDN) (Hrsg.) (2002): Nachhaltiger Tourismus in Naturparken. Ein Leitfaden für die Praxis. Mai 2002.

    Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, Referat Tourismus (Hrsg.) (2000): Entwicklungschancen des maritimen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin März 2000.
     

    4.2. 

    Webseitenverzeichnis

    Die folgenden 8 Links in den blauen Kästen beziehen sich auf die Projektbeteiligten aus Kapitel 2.3 "Tourismusindikatoren"

    Weitere Links über die Informationen für das vorliegende Modul gewonnen wurden sind:

    AIEST http://www.aiest.org Arbeitskreis für geographische Nordeuropaforschung in der Deutschen Gesellschaft für Geographie http://www.aknorden.de/index.html

    Akademie für Umweltforschung und -bildung in Europa (AUbE) e.V.: http://www.aube-umweltakademie.de/Umweltauszeichnungen_im_Tourismus.htm

    Baltikum Info: http://www.baltikuminfo.de/

    Alle Wasserstrassen Europas: http://www.waterways.cc/index.php?language=1

    Besser Binnenland: http://www.schleswig-holstein-binnenland.de/besser/

    Bundesamt für Naturschutz: http://www.bfn.de/

    Bundesregierung: http://www.bundesregierung.de/

    Biodiversity Clearing House Mechanism (European Community) : http://biodiversity-chm.eea.europa.eu/information/indicator

    Bundesministrium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: http://www.bmelv.de/

    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: http://www.bmu.de

    CAU Kiel: http://www.uni-kiel.de/

    Convention on biological diversity: http://www.biodiv.org/default.shtml

    Deutscher Tourismusverband e.V.: http://www.naturerlebnisangebote.de/

    EU: http://ec.europa.eu/enterprise/services/tourism/index_en.htm

    Fischland-Darss-Zingst: http://www.fischland-darss-zingst.de/

    Forschung für Nachhaltigkeit: http://www.fona.de/

    Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.): http://www.fur.de/

    Forum anders reisen: http://www.forumandersreisen.de/

    Fremdenverkehrsämter Skandinavien: http://www.skandinavien.de/Laender-Regionen/FVA.html

    Friedrich Ebert Stiftung: http://www.fes.de/index_g.htm

    InfoNet-Umwelt Schleswig-Holstein: http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/?507

    Insel Rügen: http://www.ruegen.de/

    Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH: http://www.isoe.de/index.htm 

    Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH: http://www.nit-kiel.de/

    Institut für Verkehr und Logistik der uni Rostock: http://www.wiwi.uni-rostock.de/~verkehr/index.htm

    Lagomar: http://www.lagomar.de/

    Latviatourism: http://latviatourism.lv/info.php

    Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern: http://www.lung.mv-regierung.de/

    Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern: http://www.mv-regierung.de/

    Landesregierung Schleswig-Holstein: http://landesregierung.schleswig-holstein.de/coremedia/generator/System/Startseite.html

    Lietuva: http://www.travel.lt/turizmas/index.jsp

    Lighthouse-foundation: http://www.lighthouse-foundation.org/

    MV Web: http://www.mvweb.de/landesaemter/wirtschaft.html

    Mecklenburgische Schweiz: http://www.mecklenburgische-schweiz.com/

    Mecklenburgische Seenplatte: http://www.mecklenburgische-seenplatte.de

    Mecklenburg Vorpommern Linkkatalog: http://www.linkkatalog-mv.de/index.php

    Nachhaltige Wasserwirtschaft: http://www.wasser-agenda.de/

    Naturpilot-SH: http://www.naturpilot-sh.de/

    Rat für Nachhaltige Entwicklung: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/

    Redderhus: http://www.redderhus.de/

    Schleswig-Holstein Binnenland: http://www.schleswig-holstein-binnenland.de/

    Schleswig-Holstein Topographie: http://top.schleswig-holstein.de/magazin/magazin.php?menuid=25&topmenu=25

    Spiegel online: http://www.spiegel.de/reise/reiseberichte/

    Staatliche Ämter für Natur und Umwelt: http://www.mv-regierung.de/staeun/

    Staatliches Amt für Umwelt und Natur Neubrandenburg: http://www.mv-regierung.de/staeun/neubrandenburg/

    Staatliches Amt für Umwelt und Natur Rostock: http://www.mv-regierung.de/staeun/rostock/

    Staatliches Amt für Umwelt und Natur Schwerin: http://www.mv-regierung.de/staeun/schwerin/

    Staatliches Amt für Umwelt und Natur Stralsund: http://www.mv-regierung.de/staeun/stralsund_n/

    Staatliches Amt für Umwelt und Natur Ueckermünde: http://www.mv-regierung.de/staeun/ueckermuende/

    Statistikamt Nord: http://www.statistik-nord.de/

    Statistisches Amt Mecklenburg Vorpommern: http://www.statistik-mv.de/

    Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/d_home.htm

    Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern: http://www.auf-nach-mv.de/index.php

    Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern: http://www.tmv.de/home1.html

    Umweltbundesamt: http://www.umweltbundesamt.de/

    United Nations: http://www.un.org/english/

    United Nations Department of Economic and Social Affairs: http://www.un.org/esa/sustdev/sdissues/tourism/tourism.htm

    United Nations Environment Programme (UNEP): http://www.uneptie.org/pc/tourism/

    Usedom: http://www.usedom.de

    Verband Deutscher Naturparke (VDN): http://www.naturparke.de/

    Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V.: http://www.ostseeferien.de/site/index.php

    Viabono: http://www.viabono.de/

    VISIT: http://www.yourvisit.info/index.html

    Vorpommern: http://www.vorpommern.de/

    World Tourism Organization: http://www.world-tourism.org/index.htm

     

     

    5. 

    Impressum & Kontakt

    Web-Seite: http://www.ikzm-d.de

    Herausgeber: EUCC- Die Küsten Union Deutschland e.V.

    Auftraggeber: Forschungsprojekt "Forschung für ein Integriertes Küstenzonenmanagement in der Odermündungsregion (IKZM-Oder)"

    Webmaster: Dr. Steffen Bock

    Autorin: Diplom-Geographin Corinna Kolf

    Inhalt: In diesem Modul werden zunächst in Kapitel 1. die Begriffe des Meeres- und Küstentourismus erläutert und definiert. Im 2. Kapitel werden die Probleme, die durch Meeres- und Küstentourismus entstehen sowie mögliche Lösungsansätze, wie alternative Tourismusformen oder Qualitätssiegel für nachhaltigen Tourismus, aufgezeigt. Kapitel 3. widmet sich speziell dem deutschen Odermündungsgebiet in Mecklenburg-Vorpommern und stellt Projekte vor, die in dieser Region durchgeführt werden, um die Auswirkungen des Tourismus auf die Küstenregion zu mindern.

    Gewähr/ Haftung: Bei der Erstellung des Lern- und Informationsmoduls wurde große Sorgfalt geübt. Trotzdem ist die Veröffentlichung sämtlicher Texte, Abbildungen etc. ohne Gewähr. Bei der Einstellung der Links waren uns keinen unsittlichen oder unseriösen Inhalte der verlinkten Seiten bekannt. Sollte Ihnen eine verlinkte Seite unseriös erscheinen, weisen Sie uns bitte darauf hin.

    Urheber- und Kennzeichnungsrecht: Bei der Erstellung des Informations- und Lernmoduls wurde große Sorgfalt geübt. Wir haben alle uns bekannten Quellen der verwendeten Texte, Abbildungen, Karten etc. genannt. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, benachrichtigen Sie uns bitte.

    Werbung/ Verlinkung: Werbung für IKZM-D Lernen bzw. Links auf die Webseite von IKZM-D Lernen http://www.ikzm-d.de sind erwünscht.

    Kontakt: Corinna Kolf: kolf@eucc-d.de, Dr. Gerald Schernewski: schernewski@io-warnemuende.de