Disclaimer:

Der „Küstenatlas Ostsee“ umfasst unabhängige regionale Module zu einzelnen Küstenzonen. Die einzelnen Module sind zum Selbststudium gedacht und richten sich an Fachleute, Studenten aber auch Touristen, die einen kurzen Überblick über die verschiedenen Küstenzonen der Ostsee erhalten möchten. Der Küstenatlas wurde von Studenten im Rahmen des Geographiestudiums an der Universität Kiel erarbeitet.

Gdansk, Gdynia und Sopot

Autorin: Stephanie Kirste
Juni 2006
 

Danzig
oder Gdansk, wie die Stadt auf polnisch genannt wird, liegt westlich an der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist eigentlich eine Dreistadt (pl.: Trojmiasto). In nur 12 Kilometer Entfernung in nordwestlicher Richtung liegt die Stadt Zoppot/Sopot und noch weiter Richtung Norden an der Bucht entlang liegt Gdingen/Gdynia. Zusammen leben hier mehr als 1.035.000 Menschen, wovon ca. eine halbe Million Menschen alleine in Danzig wohnen. Die Häfen von Gdansk und Gdynia sind wichtige internationale Handelszentren. Außerdem stellt Gdansk ein Zentrum für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie mit  Sopot ein populäres Zentrum für den Tourismus dar.
Karte von Polen
 

1. 

Kenndaten der Region

Abb. 1.1 Kartenausschnitt mit Woiwodschaft Pommern


Die Städte Gdansk, Gdynia und Sopot liegen in der Danziger Bucht im Norden der Republik Polen direkt an der Ostsee, etwa 300 km von der deutsch-polnischen Grenze enfernt. Die Danziger Bucht bildet einen optimalen Naturhafen für Schiffe unterschiedlicher Größe, da die Wassertiefe zwischen sechs und hundert Metern beträgt. Bei der Stadt Danzig müdet zudem noch die Weichsel in die Ostsee.
Der Drei-Städte-Komplex bildet mit einer Fläche von 406,8 km² die Danziger Agglomeration.
Danzig ist zudem die Haupstadt der Woiwodschaft Pommern. Danzig und Gdynia mit ca. 460.000 und 255.000 Einwohner die größten Städte der Woiwodschaft. Dies bedeutet, dass auf 5,5% der Fläche der Woieodschaft Pommerns 54,9% der gesamten Einwohner der Region wohnen (Kapala S. 229).


  Zum Lesen
Sopot hat ungefähr 42.000 Einwohner.
Die Stadt Gdansk erstreckt sich auf einer Fläche von 262 km2, Gdynia auf einer Fläche von 135,5 km2 und Sopot auf einer Fläche von 17,3 km2.
Abb. 1.2: Bevölkerungsentwicklung von Danzig
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Anhand der Karte 1.2 ist die steigende Anzahl der Einwohner der Stadt Danzig zu erkennen. Ab dem 20. Jahrhundert und im Besonderen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein sprunghafter Anstieg der Einwohnerzahlen erkennbar. Inzwischen hat sich die Bevölkerungszahl bei ca. 460.000 eingependelt.
 

2. 

Natur und Landschaft

Abb. 2.1 Die Stadt Danzig (Mottlau)
Inhaltsverzeichnis:
2. Natur und Landschaft
2.1. Klima
2.3. Naturraum
2.4. Gewässer
 

2.1. 

Klima

Allgemeine Übersicht:
Polen liegt im Allgemeinen in der Gemäßigten Zone. Überwiegend beeinflusst wird das Land von feuchten, atlantischen und baltischen Luftmassen und von trockener Kontinentalluft, die von Eurasien kommen und in Polen aufeinander treffen. Durch dieses Aufeinandertreffen der beiden Luftmassen kommt es zu einer charakteristischen Wechselhaftigkeit des Wetters. Die klimatischen Kennwerte variieren stark, verlaufen jedoch zyklisch mit mehrjähriger Periode .

Region Danzig/Gdynia/Sopot:
Die Region der Dreistadt ist maritim durch den Einfluss der Ostsee geprägt. Dadurch herrscht hier ein gemäßigtes Seeklima.
Abb.2.1.1 Klimadiagramm von Gdynia
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 8,0°C und die Jahresniederschlagsmenge bei 577mm. (Im Vergleich dazu ist die Jahresdurchschnittstemperatur in Hamburg 7,4° C und die gesamte Jahresniederschlagsmenge 714mm.) Das Klima ist ganzjährig humid. Das Temperatur- und Niederschlagsmaximum liegen im Juli mit mit 17,9 °C und im August mit 79mm. Das Temperaturminimum liegt im Januar bei -1,3° C und das Niederschlagsminimum im Februar und März bei 30mm.
 

2.2. 

Geologie und Entstehungsgeschichte

Abb.2.2.1 Geologische Zonen von Polen
Allgemeine Einordnung:
Die Dreistadt Gdansk, Gdynia und Sopot liegt im Gebiet der Pommerischen Seenplatte.
Entstehung:
Das Umland der Danziger Bucht wurde von dem Weichselglazial (ca. 80.000-15.000 Jahre vor heute) stark geprägt. Daher findet man auch dort eine Grundmoränenlandschaft des Pommerischen Stadiums. Danzig selber liegt eher im Gebiet der Weichselaue.
Die Danziger Bucht ist eine Ausgleichsküste. Das heißt, dass der Sand durch Wind, Brandung und Küstenströmung küstenparallel verfrachtet wird, so dass eine gerade Küstenlinie entsteht. Außerdem kommt es zu Strandhaken, den sogenannten Nehrungen. Dies ist im Norden der Danziger Bucht so geschehen. Hier entstand die Halbinsel Hel.
 

2.3. 

Naturraum

Der ausgedehnte nördliche Teil, in dem sich die Danziger Bucht befindet, wird vom polnischen Tief- und Plattenland, welches zum südbaltischen Küstensaum gehört, eingenommen. Dieser Naturraum lässt sich in die Küstenebene, den Baltischen Höhenrücken und ein flachwelliges Altmoränengebiet gliedern. So liegt die Stadt Danzig in einem Grund- und Endoränengebiet mit vorgelagerten Sanderflächen. Die Küstenregion ist zwischen 40 und 100 Kilometer breit und erstreckt sich entlang der gesamten Ostseeküste, von der 491 Kilometer zum polnischen Staatsgebiet zählen. Hier sind viele Sandstrände zu finden. Sie ist als ausgesprochene Ausgleichsküste entwickelt und weist nur wenige Buchten auf. Die markantesten Einschnitte sind die Pommersche Bucht im Westen und die Danziger Bucht bei Danzig, Gdynia und Sopot im Osten. Die von so genannten Nehrungen abgetrennten Haffs, z. B. das Frische Haff bei Elbing, sind wichtige Naturhäfen.
Abb. 2.3.1 Strand in Sopot
 

2.4. 

Gewässer

Die Städte Gdansk und Sopot liegen an der polnischen Ostseeküste und verfügen über lange Strände, die besonders bei den Touristen beliebt sind.
Im gesamten Ostseeraum besteht die Problematik der Blaualgenblüte. Durch die Eintragsreduktion von Stickstoff hat die Blaualge die anderen Algenarten verdrängt, da diese in der Lage ist, Stickstoff aus der Luft zu binden. Außerdem herrscht ein Ungleichgewicht zum Phosphorgehalt, was wiederum die Blaualgenblüte verstärkt. Für die Ostseeküste vor der Küste Polen wird eine intensivere Blaualgenblüte vorausgesagt, die auf Strömungsverhältnisse und vor allem die verstärkten Maßnahmen zur Gewässerreinhaltung des Weichsel- und des Odereinzuggebietes zurückzuführen sind. Dennoch sprechen die Touristenverbände von Danzig und Sopot von einer hohen Wasserqualität.
Abb. 2.4.1 Hel Peninsula, Gdansk
Außerdem liegt Danzig an der Mündung der Weichsel in die Ostsee. Die Weochsel hat ein Wassereinzugsgebiet von 198.000 km² .
 

3. 

Geschichte und Kultur

Abb. 3.1 Rathaus von Danzig
Inhaltsverzeichnis:
3. Geschichte und Kultur
3.2. Kultur
 

3.1. 

Geschichte und historischer Abriss

Gdansk:
Die erste urkundliche Erwähnung von Danzig war im Jahre 997 n. Chr. und die des Hafens erst im 12. Jahrhundert. Regiert wurde die Stadt zu dieser Zeit von der fürstlichen Dynastie Pommerns. Die bevölkerung bestand überwiegend aus slawischen Kaufleuten und Handwerkern.
Im Jahre 1236 wurden Danzig, auf Grund der Bemühungen des Fürsten Swietopelk II des Großen, die Stadtrechte verliehen.
Als Pommern nach dem Tod des Vaclav von Böhmen an den brandenburgischen Marktgrafen verkauft wurde, brach in Danzig die sogenannte "Chaosperiode" aus.  Daraufhin  rief der Burggraf der Marienburg die Ritter des deutschen Ordens zur Hilfe, um das Chaos zu beseitigen. Diese besetzen die Marienburg und richteten 1308 ein Blutbad an, welches als "Massaker von Danzig" in die Geschichte einging.
Im Jahre 1361 gründete sich der Hanseatische Städtebund, dem Danzig bis 1669 angehörte. Danzig wurde in diesem Zusammenhang als Löwe angesehen, welcher über die reichen Speicher der Hanse (Lübeck, Bremen und Hamburg) wachte.
  Zum Lesen
Mit dem Sturm der danziger Bürger auf die Marienburg im Jahre 1454 wurde die Herrschaft des deutschen Ordens beendet und die Ritter verließen Danzig. Von da an begann eine Sonnenzeit für die Stadt. Unter der polnischen Krone genoss Danzig eine Reihe von Privilegien. Am 15. Mai 1457 wurde das "Große Privileg" zugesprochen, wodurch Danzig an Fläche gewann und die Stadtbehörden und Kaufleute zahlreiche Rechte bekamen. Des Weiteren wurde eine danziger Münze geprägt.
Im Jahre 1620 begann dann die Zeit der Reformation, in dessen Zuge die protestantischen  Bewohner der Stadt für die Religionsfreiheit kämpften. Des Weiteren zogen viele Hugenotten und Juden in die Stadt.
Als es im Jahre 1734 zu einer Belagerung von Russen und Sachsen kam, verteigdigte Danzig die Ehre und den Thron des polnischen Königs Stanislaw Leszczynski.
Nach der Eroberung Polens durch Frankreich 1807 wird Danzig zur freien Stadt erklärt, was jedoch nur bis 1814 andauert. Daran schließt sich eine wirtschaftliche Krise an, die bis 1860 anhält.
Ab 1860 erhält Danzig ein modernes Wasser- und Kanalisationsnetz. Außerdem wird das verkehrsnetz verbessert.
Nach dem Ersten Weltkrieg wird Danzig im Zuge des Versailler Vertrags 1919 zur Freien Stadt unter der Aufsicht des Völkerbundes erklärt.
Abb.3.1.1 Westerplatte
Denkmal zum Andenken an die gefallenen Soldaten bei dem Angriff der Deutschen Truppen auf die Westerplatte 1939.

Am 1. September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg mit dem Angriff auf die Westerplatte.
Im März 1945 wird Danzig durch die Einheiten der II russischen Front völlig zerstört. Während der gesammten Nachkriegszeit bieb Danzig der Inbegriff für Freiheitsbestrebungen des polnischen Volkes. Dies ist auch durch die Streiks der danziger Werftarbeiter Ende des Jahres 1970 zu erkennen, die von der Miliz durch Schusswaffeneinsatz niedergeschlagen wurde. Zum Gedenken an die damals gefallenen Arbeiter steht heute vor den Toren der Werft ein Denkmal. Im Jahre 1980 im sogenannten "Danziger August" erreichten die Arbeiter durch Massenstreiks das bekannte "Danziger Abkommen", in dessen Zuge die freie Gewerkschaft "Solidarnosc" gegründet wurde.
Nach dem Zusammenburch der Sowjetunion fanden im Jahre 1990 zu ersten Mal frei Wahlen statt, aus denen der Friedensnobelpreisträger Lech Walesa als polnischer Präsident herausging.

1997 feierte Danzig den 1000. Geburtstag und ist heute eine moderne Stadt und das wirtschafliche Zentrum Polens.

 

Gdynia:
Die erste urkundliche Erwähnung fand Gdingen im 13. Jahrhundert und war bis ins 20. Jahrhundert ein Dorf, welches überwiegend vom Fischfang geprägt war.
Mit dem Ende der Ersten Weltskriege und den Versailler Vertrag veränderte sich die Lange für Gdingen. Durch die Abtretung der ostpreußischen Gebiete, was auch Gdingen mit ein schloss, an Polen wurde der Name in Gdynia umgewandelt und im Ganzen umstrukturiert. Durch Gdynia eröffnete sich ein Zugang zur Ostsee für Polen und die Möglichkeit eines Großhafens.
Zwischen den Jahren 1926 und 1938 wuchs die Bevölkerung im Zuge der Errichtung eines polnischen Militärhafens und dem Ausbaus zum polnischen „Tor zur Welt“ von wenigen Tausenden auf über 100.000 Menschen. Außerdem konnte durch privatwirtschaftliche Invertoren ein Handelhafen errichtet werden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Gdynia zum Krieghafen und von den Deutschen besetzt und in "Gotenhafen" umbenannt. Die polnische Bevölkerung sollte umgesiedelt und durch Deutsche ersetzt werden. Nach dem Krieg wurde Gotenhafen wieder in Gdynia umbenannt und wieder Teil Polens.

Sopot:
Von 1283 bis 1807 war Sopot ein kleines Fischerdorf und gehörter der Hansestadt Danzig an. Von 1871 bis 1920 gehörte es zum Deutschen Reich und von 1920 bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wieder zu  Danzig. Bis dahin war Sopot überwiegend ein mondänes Seebad an der Danziger Bucht mit einem Kasino und einem Grand Hotel. Im Zweiten Weltkrieg gehörte es dann wieder zum Deutschen Reich. Nach dem Krieg wurde es, wie Gdynia, zum Teil von Polen.
Auch heute noch ist Sopot ein Touristenzentrum an der polnischen Ostsee.
 

3.2. 

Kultur


In Gdansk, Gdynia und Sopot gibt es eine vielseitige Kultur, die auch anhand der vielen Museen, Theater und Opern zu erkennen ist.

Kuturelle Einrichtungen in den 3 Städten:

In Danzig gibt es, neben vielen Musueen über die Geschichte von Danzig und einem Meereskundemuseum, seit dem Jahre 2000 eine Austellung namens "Wege zur Freiheit". Diese enstand zum Anlass des 20. Jahrestages des "Danziger Abkommens" auf dem Gelände der Leninwerft, die zum historischen und symbolischen Ort für den Beginn des Zerfalls des Kommunismus und der damit wiedergewonnen Unabhängigkeit vieler Länder in Osteuropa wurde.
Hier werden in einer multidialen Austellung die Tafeln der Vereinbarungen dargesetellt, die einen kuturellen Höhepunkt in der Danziger Geschichte darstellen.
Ein weiteres Museum,welches bei den Touristen besonders beliebt ist, ist das Zentrale Meeresmuseum im früheren Danziger Hafen.
Abb. 3.2.1 Zentrales Meeresmuseum in Danzig
An der Langen Brücke steht das altertümliche Krantor, ein Hafenkran aus dem 15. Jahrhundert, welches einer der charakteristischen Bauten der Stadt ist. Im Innern ist die Ausstellung "Danzig vom 16. bis zum 18. Jahrhundert - Leben einer Hafenstadt" zu sehen. In den benachbarten Bürgerhäusern des Krantors, in dem so genannten Koloniallager, wird die Ausstellung unter dem Titel: "Boote außereuropäischer Völker" präsentiert. An den Speichern steht das Schiffsmuseum "Sołdek" vor Anker, das erste Überseeschiff, welches in der polnischen Werft nach dem 2. Weltkrieg erbaut wurde.

Abb. 3.2.2 Das Krantor ist das Wahrzeichen von Danzig.

Im Inneren befinden sich zwei riesige Räder, mit deren Hilfe früher die Schiffsmasten aufgerichtet wurden.

Der Leuchturm Neufahrwasser gehört zu den schönsten der Ostsee und ist seit dem Jahre 2004 für Touristen zugänglich. Innen gefindet sich eine gut erhaltene historische Einrichtung sowie die Ausstellung „Leuchttürme Danzigs im Laufe der Jahrhunderte”. Von der Spitze des 27m hohen Turmes kann man über die gesamte Danziger Bucht bis Gdynia und der Insel Hel sowie die Westerplatte blicken. Am 1. September 1939 um 4:45 Uhr morgens wurde vom Leuchturm das Feuer der Deutschen Armee auf die Westerplatte eröffnet und so der 2. Weltkrieg begonnen. Daher ist der Leuchturm ein Denkmal der danziger Kutur und Geschichte. 
Abb. 3.2.3 Leuchturm Neufahrwasser in Danzig
Auch in Gdynia gibt es eine Reihe von Museen. Diese sind überwiegend Marine- oder Kriegsmuseen, da Gdynia ein wichtiger Marinestützpunkt war und auch noch darstellt. Unter anderem kann man auch den berühmtesten polnischen Zerstörer, der im 2. Weltkrieg eingesetzt wurde, besichtigen.
Des Weiteren ist hier das größte Musiktheater Polens zu finden,  in dem immer wieder die größten Musicals,  Operetten, Konzerte und Kindermärchen aufgeführt werden.

In  Sopot  gibt es auch ein alterümliches Museum, in dem die Architektur und die Lebensweisen vergangener Zeiten dargestellt wird.
Eine Besonderheit ist außerdem die Waldoper, in der viele Musik- und Theaterveranstaltung unter freien Himmel stattfinden. Dadurch war Sopot bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als "klein Bayreuth" in der Welt berühmt.
Abb. 3.2.4 Waldoper in Sopot
Architektur:

Die Architektur der 3 polnischen Städte ist stark maritim und besonders durch die Hanse beeinflusst worden. Die bekannten Fachwerkhäuser mit den Giebeln sind sowohl in Danzig als auch in Gdynia und Sopot zu finden. Besonders berühmt ist aber die Häuserreihe in der Langen Reihe in Danzig (Bilder hierzu sind unter Punkt 4.1 zu finden).


Berühmte Persönlichkeiten:

Daniel Fahrenheit (1686-1736), ein berühmter Danziger, ist der Erbauer des ersten Thermometers und der Verfasser einer Temperaturenskala, die nach seinem Namen benannt wurde. In den angelsächsischen Ländern wurde sie angenommen und ist bis heute bekannt. In Anerkennung seiner sensationellen wissenschaftlichen Entdeckungen wurde er in die exklusive Gesellschaft der englischen Gelehrten aufgenommen, die Royal Society in London. Fahrenheit konstruierte auch verschiedene Forschungsinstrumente, u. a. das Quecksilberthermometer. Heute schmückt eine Gedenktafel den Ort in der Hundegasse, an dem sein Familienhaus stand.


Günter Grass (geboren 1927) ist bestimmt der berühmteste Danziger Bürger in der Literatur. Oft wird er als "der Danziger Chronist" bezeichnet. Ähnlich, wie viele Vorkriegs-Danziger musste er nach dem Zweiten Weltkrieg seine Heimat verlassen. Weltberühmt wurde er durch seinen Roman "Die Blechtrommel", dessen Handlung sich in Danzig abspielt.
1993 wurde Günter Grass von seiner Heimatstadt der Titel eines "Ehrenbürgers von Danzig" verliehen, und der Senat der Danziger Universität hat ihm, in Anerkennung seiner riesigen Verdienste auf dem Gebiet der Literatur, den Doktortitel honoris causa verliehen. Außerdem erhielt er 1999 den Literaturnobelpreis.
 

4. 

Wirtschaft und Tourismus

Abb. 4.1 Denkmal vor der Danziger Werft
Inhaltsverzeichnis:
4. Wirtschaft und Tourismus
4.1. Tourismus
4.3. Verkehr
 

4.1. 

Tourismus

Der Tourismus ist eine wichtige Einkommensquelle mit etwa 1.5 mio. Touristen jährlich.
In Danzig und Umgebung gibt es eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, welche die Touristen in die Umgebung locken.

Sopot bietet für Touristen eine Reihe von Erholungsmöglichkeiten und wird daher auch die Sommerhauptstadt Polens genannt. Die Küste erstreckt sich über eine Länge von 5,5 km, an der sich viele Stände mit verschiedenem Freizeit angebot (z.B. Wasserrutschen, Ausleihmöglichkeiten für Strand- und Wasseraktivitäten). Der Strand von Sopot überquert die zweitlängste Holzmole Europas mit 511,5 m. Außerdem finden viele Unterhaltungveranstaltungen (z.B. Basketball- oder Volleyballtuniere sowie Musikveranstaltungen) am Strand statt. Außerdem ist Sopot bekannt für sein Gran Hotel mit Casino und dem Rheumakrankenhaus.
Es ist aber auch möglich sich als Tourist dem Treiben zu entziehen und Ruhe in den vielen Grünflächen in Sopot zu suchen. 60% der Gesamtfläche der Stadt sind Grünflächen.
Abb. 4.1.1. Die Holzmole am Strand von Sopot
Gdynia bietet eine vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten Urlaub zu machen. Ruhe und Erholung in der Natur und in den Museen, genauso wie Aktion bei diversen Wassersportmöglichkeiten. Zu denen gehört Windsurfen, Segeln, Tauchen und Schwimmen.
Ein besonders schöner Punkt zur Erholund ist der Kamienna Góra Hügel, von dem man einen Ausblick auf die Stadt, die waldigen Hügel und die Ostsee hat.
In Danzig gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten für Touristen. Neben den zahlreichen Museen und dem Strand gibt es auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten. In der Innenstadt ist die Lange Gasse mit dem Lange Markt ein touristischer Anziehungspunkt. Hier findet man auch die typische Häuserreihe der Bürgerhäusern mit den schmalen Fassaden und Giebeln. Die Gasse führt vom Goldenen bis zum Grünen Tor. Das Grüne Tor wurde in den Jahren 1568-1571 von Regnier aus Amsterdam und Hans Kramer aus Dresden errichtet, es wurde als Sitz für die Monarchen, welche die Stadt besuchenten, vorgesehen.
Abb. 4.1.2 Lange Gasse
Süd-östlich von Danzig liegt an der Wottlau die Marienburg, ein wichtiges Kulturerbe der polnischen Geschichte. Das gesamte Gelände erstreckt sich über 20 Hektar. 1370 begann der Bau der Burg durch den deutschen Orden, die erst 100 Jahre später fertig gestellt wurde. 1457 ging die Marienburg in polnischen Besitz über, da der Deutsche Orden damit seine Schulden an die ponischen Söldner zahlten.
Sie stellte immer einen Sitz von politischen Mächten wider. Im Jahr 1945 wurde wurde die Marienburg von den Nazis zur Festung erklärt und gegen die heranrückende sowjetische Armee verteidigt. Im 2. Weltkrieges wurden rund 40% der Bausubtanz zerstört. Mit dem Wiederaufbau begannen polnische Restauratoren 1961.
Heute steht die Marienburg auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.
Abb. 4.1.3 Die Marienburg
 

4.2. 

Industrie und Handel

Die Industrie und der Handel sind besonders in Gdansk und Gdinya durch die Küstenlange mit dem Hafen und einer Reihe von Werften verbunden. Mit nur 15 km Entfernung voneinander stellen die beiden Zwillingsstädte zwei der großen Seehafen- und Großwerftkomplexe dar.

Tab. 4.2.1 Umschlagsentwicklung in Gdansk und Gdynia (in Tsd. t)
  Gdansk Gdynia
1960 5.914 7.063
1970 10.199 9.515
1975 18.559 12.750
1978 28.306 14.370
1981 12.454  8.680 
1984 21.655 11.271
2004 23.300 k.A.
     

Quelle: Buchhofer 1981, S. 151, Kapala, S. 241, www.wikipedia.de
An der Tabelle ist zu erkennen wie der Danziger Hafen im Gegensatz zum Hafen von Gdynia an Bedeutung gewonnen hat. Inszwischen werden 36% des Gesamtvolumen der Güter in Danzigiger Hafen umgeschlagen. Insgesamt konnten aber beide Häfen ihren Umsatz vergrößern und so ihre Stellung in Europa verstärken.

Die größte Danziger Werft war die "Leninwerft" mit 20.000 Beschäftigten. Leider musste sie 1996 trotz einiger Rettungsversuche Konkurs anmelden. Die größte Werft von Gdynia ist die "Pariser Kommune". Die Werftindustrie beider Städte und deren Zulieferer sind im Maschinenbau und in der elektrotechnischen Industrie in der gesamten Wojowodschaft führend.
 
Handelsgüter sind:
  • Kohle und Koks
  • Erze
  • Getreide
  • Holz
  • Erdöl und Erdölprodukte
  • sowie andere Massengüter
Der Haupthandelspartner von Polen ist Deutschland. Hierher gehen die meisten Exporte und von hier kommen auch die meisten Importe.
Seit 1975 gibt es in Danzig eine Ölraffinerie, die Benzin, Heizöl, Flüssiggas und Asphalt produziert.

Die wichtigsten Industrien in Danzig sind:
  • der Schiffbau (zB. die Firmen Gdansk Shipyard und Northern Shipyard SA)
  • die petrochemische- und chemische Industrie (zB. die Grupa Lotus SA)
Neuerdings  auch Hochtechnologien wie:
  • Elektronik (zB. Intel, oder WS OY (Young Digital Poland)
  • Telekommunikation
  • Informationstechnologie.
Außerdem gewinnen die pharmazeutische Industrie, die Lebensmittelindustrie und der Kosmetiksektor an Bedeutung. Zudem haben sich mehrere Einzel- und Großhandelketten in Danzig niedergelassen, zum Beispiel Real, Selgros, Auchan oder Media Markt. Somit ist Danzig ein wichtiger Standpunkt für viele internationale Betriebe.
 

4.3. 

Verkehr

In den letzten Jahren seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird an dem Verkehrsnetz in der Region von Danzig, Gdynia und Sopot gearbeitet.

Straßen-und S-Bahn:
Untereinander sind die 3 Städte durch ein Straßen- und S- Bahnnetz miteinander verbunden, welches gerade durch ein Hochgeschwindigkeitsbahnnetz komlettiert wird.

Flughafen:
Seit dem Beitritt Polens zur EU wächst der Danziger Flughafen stark, besonders seit er unter anderem von den Billigfluggesellschaften Ryanair, Wizzair und Centralwings angeflogen wird . Derzeit befördert der Danziger Fluhafen 1 mio. Passagiere im Jahr. Diese Zahl soll sich jedoch in den nächsten Jahren durch die Erweiterung des Flugnetzes sowie der Start- und Landebahn noch vergrößern.

Straßennetz:
Die Städte können durch Bundesstraßen aus allen Himmelsrichtungen erreicht werden. Die Danziger Behörden bemühen sich, den Standard der bestehenden Straßen zu verbessern, das Verkehrssystem auszubauen sowie den europäischen Standards anzupassen. Im Rahmen eines langfristigen Investitionsplans wurden über 165 Mio. Zl. (41 Mio. US $) für die Modernisierung der Straßen bestimmt, die sich innerhalb der administrativen Grenzen Danzigs befinden.Zudem ist Danzig mit Fähren aus Schweden und Dänemark zu erreichen. Außerdem soll Danzig mit der A1 bis 2013 an Mittel- und Südpolen sowie die Slowakei und Tschechien angeschlossen werden.
 

5. 

Natur- und Küstenschutz

Abb. 5.1 Seebad von Danzig
Inhaltsverzeichnis:
5. Natur- und Küstenschutz
 

5.1. 

Naturschutz

Umweltpolitik in Polen:
Mit dem Beitritt Polens in die Europäische Union, wurde auch die Umweltschutzpolitk an die Richtlinien der EU angeglichen. Im Sinne des Brundtland-Berichtes von 1987 für eine zukunftorientiere, nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung, werden die politischen Aktivitäten im Naturschutz  und Tourismus nach diesem Konzept verwirklicht.

Konflikt Naturschutz vs. Tourismus:
Wie bereits schon erwähnt spielt der Tourismus in dem Gebiet von Danzig, Gdynia und Sopot eine wichtige Rollen. Dieser tritt aber meistens mit dem Umweltschutz in einen Konflikt, da der Tourismus bekanntlich nicht umbedingt naturschonend ist. Ökonomische und ökologische Gesichtspunkte treffen hier aufeinander. An den Stränden sind auch schon negative Folgen des Tourismus sichtbar geworden. Diese sind mit Plastikmüll und anderen nicht wiederverwertbaren Müll verschmutzt. Schlimmer trifft es noch die Dünen und Wälder, da diese aufgrund des Fehlens sanitärer Anlage verschmutzt werden. Für die Aufstellung von sanitären Anlage und Müllbehältern ist das Küstenschutzamt zuständig, welches der Aufgabe nur bedingt nachkommt.

Die ponlische Regierung muss daher noch einiges tun, um die EU-Richtlinien einzuhalten und ein Gleichgewicht zwischen Tourismus und Naturschutz zu schaffen.
  Zum Lesen
 

5.2. 

Küstenschutz

Die polnische Ostseeküste und somit auch die Danziger Bucht mir den drei Städten ist stark von Sturmfluten gefährdet. Auch der prophezeite Meeresspiegelanstieg durch das lansame Abtauen der Polkappen würde für die Städte aufgrund ihrer niedrigen Lage über NN eine Gefahr bedeuten. Zur Zeit beläuft sich der Meeresspiegelanstieg bei 1mm pro Jahr. Was die Gefahr der Überschwemmung jedoch noch verstärkt ist die Tatsache, dass sich die Danziger Bucht sich pro Jahr um 1mm absenkt. Beide Faktoren zusammen  vergrößern das  Risiko der Küste.
Bei der Enstehung der Ostsee verschob sich schon einmal die Küstenlinie nach Süden, dieses wäre bei einem weiteren Merresspiegelanstieg wiederum möglich. Die bestehenden Küstenschutzmaßnahmen (Deiche, Buhnen) würden dann nicht ausreichen.
Aber auch die bereits erwähnten Naturverschmutzungen betreffen den Küstenbereicht. Nach der Marine Office Data sind bereits 50% der Dünen und 65% der Kliffe schwer geschädigt (vgl.www.helcom.fi). Seit 1991 wird der Küsten- und Naturschutz in der Politik stäker fociert. Es wurden Schutzgürtel errichtet, die von der Küste aus 2km landeinwärts gehen (an manchen Stellen auch bis zu 5 km landeinwärts). In diesen Zonen soll die meschliche Aktivität reduziert und es die Bebauung beschränkt werden. Jedoch gibt es immer noch keine nationale Politik für das Küstenmenagement. Ein neues Konzept für die räumliche Planung der Küstenregionen ist jedoch in Planung.  
Trotzdem nimmt der Küstenschutz noch keine wichtige Stellung in  der polnischen Politik ein.  Daher sollte Polen, was den Küstenschutz betrifft, an der Ostseeküste noch Einiges tun. Ohne vernünftige Deichbauten und ohne vernünftigen Naturschutz sind die Küsten mit ihren schönen Badestränden und den artenreichen Flora- und Faunabeständen stark gefährdet.
 

6. 

Probleme und Perspektiven

Abb. 6.1 Am Strand von Sopot
Inhaltsverzeichnis:
6. Probleme und Perspektiven
6.1. Probleme
 

6.1. 

Probleme

Umweltprobleme:

Ein zentrales Problem ist die Wasserverschmutzung der Ostsee an der polnischen Küste und so auch in der Danziger Bucht.
Die Gründe für die Verschmutzung sind vielseitig. Zum einen hängen sie mit der Ostsee selber, ihrer Lage und ihrer Größe zusammen. Da die Ostsee ein Nebenmeer ist und nur durch enge Wasserwege mit den Weltmeeren verbunden ist, ist die Möglichkeit des Wasseraustausches erheblich eingeschränkt. Des Weiteren sind die Wassertemperatur und die schwächere Wellenbewegung, woduch das Regenerationsvermögen nicht so hoch wie in den Ozeanen ist, Gründe für den hohen Verschmutzungsgrad.
Neben den natürlichen Nachteilen der Ostsee sind auch anthropogene Einflüsse Grund für die hohe Verschmutzung der Ostsee. Ein wesentlicher Teil trägt der Schiffsverkehr dazu bei. Containerschiffe und auch Fährschiffe verschiedener Länder, die Zugang zur Ostsee haben, kreuzen die Ostsee. Diese entladen ihre Fäkalien und Abfälle auch heute noch auf offener See, wodurch die Ostsee stark verschmutzt wird. Durch Strömungen und Winde können diese Verunreinigungen an die Danziger Bucht gelangen.
Wie schon zum Thema "Naturschutz" erwähnt, gleicht Polen seine Umweltpolitik der EU an und handelt nach der Agenda 21. Die polnischen Gesetze zum Umweltschutz zählen sogar zu den besten ihrer Art auf der ganzen Welt. Dennoch ist Polen der größte Verschmutzer der westlichen und mittleren Ostsee, wobei ist die Verschmutzung in Küstennähe am höchsten ist.
Den größten Anteil an den Verunreinigungen der Ostsee tragen die in die Ostsee mündenden Flüsse mit 88% bei . Die von Westen und Osten verlaufenden Küstenströme transportieren dann das verschmutzte Wasser von Oder und Weichsel an der Küste entlang. Mit 10% tragen die kommunalen Abwässer zur Verschmutzung bei. Die restlichen 2 Prozent stammen aus den Industrieanlagen, die an der Küste liegen, denn auch sie leiten ihre Abwässer ungeklärt ins Meer.
Anhand der Abbildung 6.1.2 ist zu erkennen, wo sich an der polnischen Ostseeküste Kläranlangen befinden. Eine große Anzahl davon, befinden sich noch im Bau, da oft das Kapital fehlt. Auch die bestehenden Kläranlangen funktionieren teilweise nur fehlerhaft. Daher werden die Schadstoffe meist ungeklärt in die Ostsee geleitet.
In der Danziger Bucht ist die Weichsel den Hauptverursacher der Verschmutzung dar. Ungefähr 90% der organischen Stoffe kommen aus dem Fluss, weitere 6% aus den kommunalen Kläranlagen und die restlichen 4% aus der Industrie und dem Schiffverkehr.
Nicht nur im Wasser der Ostsee und an der Küste gibt es Verschmutzungen, sondern auch an Land. Dies ist wiederum auf die ansässige rohstoff- und verarbeitende Industrie, aber auch auf die Touristen (vgl. Kapitel 5.1) zurückzuführen.
An der Abbildung ist zu erkennen, dass sich die drei Städte Danzig, Gdynia und Sopot in einem Gebiet mit hoher Umweltbelastung befinden.


Soziale und wirtschaftliche Probleme:

Neben den Umweltproblem gibt es in der Region auch einige soziale und wirtschaftliche Probleme, welche die Geschichte und die Veränderungen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit sich brachten.

Ein Problem ist die Arbeitslosigkeit. Im Agglomerationsraum von Danzig, Gdynia und Sopot liegt diese bei 16 % (Stand: 2001). Somit liegt sie aber noch unter dem Durchschnitt von gesamt Polen, da hier die Arbeitslosenquote bei ca 19 % liegt.  Die hohe  Arbeitslosigkeit  hängt mit demographischen Faktoren (große Menge an jungen Menschen, die ins arbeitsfähige Alter gekommen sind), aber auch mit  der Umstrukturierung der Wirtschaft und den Defiziten  auf dem Arbeitsmarkt zusammen.
Die soziale Lage ist durch die hohe Arbeitslosigkeit als kritisch zu bezeichnen. Nach Befragungen halten sich rund 1/3 der Menschen in Polen für arm und nach annerkannten Armutskriterien (Haushaltsausgaben unter 50 % des Durchschnittsniveaus) können etwa 17 % der Haushalte als arm bezeichnet werden (vgl. Informationen zur politischen Bildung Polen, 2001, S. 32). Dies ist besonders auf dem Land der Fall. In dem Agglomerationsraum ist die Armut nicht ganz so dramatisch.
 

6.2. 

Zukunftsperspektiven

Die Zukunftperspektivien der Region ist schwer einzuschätzen. Nach dem Zerfall des Kommunismus, musste Polen und auch die Region an der Danziger Bucht die Wirtschaft von der Planwirtschaft in die freie Marktwirtschaft umwandeln. Danzig und Gdynia hatten durch ihre Lage zur Ostsee gewisse Vorteil. Mit dem Meeresstandpunkt stehen sie als wichtiges Handelszentrum zwischen Deutschland, Skandinavien und Russland. Daher ist zu vermuten, dass die beiden Hafenstädte ihre Stellung im Ostseeraum beibehalten werden bzw. die Möglichkeit haben diese noch auszubauen. Nach dem EU-Beitritt ist aber in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt ein positiver Trend zu erkennen. In dieser Hinsicht bleict, es abzuwarten, wie der Agglomerationsraum Danzig sich in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Sopot wird wohl weiterhin ein beliebter Badeort bleiben, wie er sich seit Jahrhunderten schon etabliert hat. Eine Gefahr für die positive Entwicklung des Tourismus wäre jedoch das Problem der Wasserverschmutzung der Ostsee. Wenn vermehrt Badeverbote erteilt werden würde, würde sich das negativ auf die Attraktiviät des Badeortes darstellen. Daher ist es dringend notwenig, dass Polen die Verschmutzung der Ostsee mindert. Da diese auch überwiegend aus der Weichsel stammen, ist Polen direkt für die Verschmutzung verantwortlich.
 

7. 

Quellen und Links

Literaturverzeichnis:

Bundeszentrale für politische Bildung (2001): Informationen zur politischen Bildung. Polen, München: Franzis´print und media GmbH

Droth, Alf et al. (2000): Polen aktuell, Leibzig: Institut für Länderkunde

Kapala, Alice (1988): Polen, Stuttgart: Ernst Klett Verlage GmbH

Liedke, H. et al (2002): Physische Geographie Deutschlands, Gotha: Klett- Perthes Verlag

Militz, E. (1990): Gewässerverschmutzung an Polens Ostseeküste. Aus Geographie und Schule, Heft 68, Jahrgang 12, Seite 45 - 47.

Perlzer, Friedrich (1991): Polen eine geographische Landeskunde, Darmstadt: Wissenschafliche Buchgesellschaft


Internetquellen:

www.asn-sbg.ac.at
www.alex4ever.de
www.gdansk.pl
www.gdynia.pl
www.helcom.fi
www.ostsee-urlaub-polen.de
www.polish-online.com
www.sopot.pl
www.wikipedia.org
www.wrd5.de