{"id":768,"date":"2021-11-01T13:50:12","date_gmt":"2021-11-01T12:50:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ikzm-d.de\/momentanalyse\/?page_id=768"},"modified":"2022-02-07T14:13:51","modified_gmt":"2022-02-07T13:13:51","slug":"eintragswege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ikzm-d.de\/muell-im-meer-momentanalyse\/eintragswege\/","title":{"rendered":"Eintragswege"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eEtwa 80\u00a0% des M\u00fclls stammen vom <strong>Land<\/strong> und gelangen \u00fcber <strong>Fl\u00fcsse<\/strong>, von k\u00fcstennahen schlecht gesicherten <strong>M\u00fcllkippen<\/strong> oder<strong> Str\u00e4nden<\/strong> ins Meer. (\u2026) Der Rest stammt von<strong> Schiffen<\/strong>, <strong>Bohrinseln<\/strong>,<strong> Aquakulturanlagen <\/strong>und der <strong>Fischerei<\/strong>\u201c (WBGU, 2013: S. 194). Art und Eintragswege des M\u00fclls machen offensichtlich, dass es sich bei der Meeresverschmutzung um ein weltweit verursachtes Problem handelt, das u.\u00a0a. auf die enorme Produktion von Waren und die nicht fachgerechte Entsorgung von nicht mehr gebrauchten G\u00fctern fu\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere in L\u00e4ndern mit einem weniger gut ausgebauten Abfallsystem wird M\u00fcll oft (illegal) direkt in der Umwelt entsorgt. Aber auch in industrialisierten L\u00e4ndern mit einem gut ausgebauten Entsorgungssystem wird M\u00fcll auf vielf\u00e4ltigen Wegen in die Umwelt eingetragen. <strong>Windverwehungen<\/strong> schlecht gesicherter M\u00fcllkippen oder <strong>illegale Entsorgung<\/strong> sind nur zwei Beispiele. Und auch \u00fcber gereinigte <strong>Abw\u00e4sser<\/strong> k\u00f6nnen Schadstoffe und kleine M\u00fcllpartikel in die Umwelt gelangen, denn nur wenige Kl\u00e4ranlagen sind modern genug ausger\u00fcstet, um auch Mikroplastik aus dem Abwasser zu filtern.\u00a0Paradoxerweise wird der Kl\u00e4rschlamm moderner Kl\u00e4ranlagen, der Mikroplastik enth\u00e4lt, als D\u00fcnger in der Agrarwirtschaft genutzt. Das so aufgebrachte Mikroplastik ver\u00e4ndert die Struktur des Bodens und verringert die Fruchtbarkeit, da es das Bodenleben und die Bodenfunktion beeintr\u00e4chtigt. Dar\u00fcber hinaus wird es von den Feldern in die anliegenden Gew\u00e4sser geschwemmt. Einmal in Fl\u00fcssen und Seen angelangt, reichert sich Kunststoff \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume hinweg auch im Grundwasser an. <\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcll, der in Fl\u00fcsse eingetragen wurde,<strong> schwimmt <\/strong>an der Oberfl\u00e4che, <strong>sinkt <\/strong>auf den Flussgrund oder <strong>treibt<\/strong> in der Wassers\u00e4ule und wird dem Flusslauf folgend weitergetragen. Ein Teil des M\u00fclls gelangt so direkt in die Meere. So enth\u00e4lt beispielsweise der Rhein durchschnittlich 893.000 Partikel Kunststoffe pro Quadratkilometer. Der Gro\u00dfteil gelangt \u00fcber asiatische Fl\u00fcsse ins Meer. Und daran tragen auch Menschen aus Europa Verantwortung: Zum einen, weil zahlreiche Produktionsst\u00e4tten ins Ausland verlagert wurden, um kosteng\u00fcnstiger zu produzieren und Umweltschutzauflagen in Europa zu umgehen. Zum anderen, weil ein Teil des M\u00fclls aus dem globalen Norden ins Ausland verschifft wird. So werden knapp 10 % des M\u00fclls aus Deutschland exportiert &#8211; heutzutage haupts\u00e4chlich nach Malaysia, nachdem China\u00a0einen M\u00fclleinfuhrverbot eingef\u00fchrt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEtwa 80\u00a0% des M\u00fclls stammen vom Land und gelangen \u00fcber Fl\u00fcsse, von k\u00fcstennahen schlecht gesicherten M\u00fcllkippen oder Str\u00e4nden ins Meer. (\u2026) Der Rest stammt von Schiffen, Bohrinseln, Aquakulturanlagen und der Fischerei\u201c (WBGU, 2013: S. 194). 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