textDie Katastrophe der CAP ARCONA

Ende April 1945 schaffte die SS 9000 KZ-Häftlinge auf das in der Lübecker Bucht ankernde Schiff CAP ARCONA, das weder fahrtüchtig, noch mit Proviant ausgestattet war. Die Rettungsboote wurden entfernt oder blockiert. Um eine schnelle Selbstversenkung sicher zu stellen, wurde in die leeren Treibstofftanks etwas Treibstoff eingefüllt, um eine Restgasexplosion zu gewährleisten, außerdem zerstörte die SS die Feuerlöscheinrichtungen und deaktivierte die automatischen Schotten.

Die Information über diese Falle und die Gefährdung der Häftlinge erreichte die Piloten der Royal Air Force nicht. Am 3. Mai 1945 griffen sie das nicht gekennzeichnete Schiff an. Die CAP ARCONA sank durch eine Explosion in einer Schiffsektion, in der keine Treffer festgestellt wurden. Eine Rettungsaktion wurde nicht eingeleitet. Lediglich wenige 100 Personen überlebten die Katastrophe.

Quelle: Informationsfaltblatt des Förderkreises CAP ARCONA-Gedenken Grevesmühlen