textDefinition Sturmflut

Unter dem Begriff einer Sturmflut (auch Ostseehochwasser) versteht man ganz allgemein eine große anschwellende Wassermenge, die ein Gebiet überflutet. Eine Sturmflut bezeichnet eine Zeitspanne mit hohen Wasserständen an Küsten und Flussmündungen, meist hervorgerufen durch starke Winde. Durch einen gegen die Küste gerichteten Sturm werden vom offenen Meer große Wassermassen herangetrieben. Der Begriff Sturmflut bezeichnet also nicht allein den Höchstwasserstand, sondern das gesamte Ereignis. Der Scheitelwasserstand ist allerdings maßgeblich dafür, ob überhaupt von einem Sturmflutereignis, und wenn ja, von welcher Schwere (leicht, schwer, sehr schwer), die Rede sein kann. Liegt der Pegel an den Außenküsten Mecklenburg-Vorpommerns bei einem Plus von 1, 71 Metern, so wird von einer schweren Sturmflut gesprochen.

 

leichte Sturmflut:

- Häufigkeit: zwischen 2 mal im Jahr und 1 mal in 5 Jahren

- Wasserstand (cm über Pegel-Null): 600-640

- Wasserstand (cm über Normal-Mittelwasserstand): 100-140 

 

schwere Sturmflut:

- Häufigkeit: zwischen 1 mal in 5 Jahren und 1 mal in 20 Jahren

- Wasserstand (cm über Pegel-Null): 641-670

- Wasserstand (cm über Normal-Mittelwasserstand): 141-170

 

sehr schwere Sturmflut:

- Häufigkeit: weniger als 1 mal in 20 Jahren

- Wasserstand (cm über Pegel-Null): > 670

- Wasserstand (cm über Normal-Mittelwasserstand): >170